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"Das darf uns so nicht passieren!" HSV-Chaos in der Nachspielzeit

"Das darf uns so nicht passieren!" HSV-Chaos in der Nachspielzeit
"Das darf uns so nicht passieren!" HSV-Chaos in der Nachspielzeit

Mit einem schwer erarbeiteten Sieg gegen den Angstgegner hat sich der Hamburger SV vorerst an die Spitze der 2. Fußball-Bundesliga geschossen. In einer turbulenten Schlussphase gaben die Hanseaten den sicher geglaubten Sieg fast noch aus der Hand und rettete das 3:2 (1:0) ins Ziel.

Der HSV setzte sich am Freitagabend dank seines starken Torhüters Daniel Heuer-Fernandes und großer Effektivität bei Holstein Kiel durch und holte damit im achten Anlauf den ersten Erfolg gegen den Nord-Rivalen in der 2. Liga. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur 2. Bundesliga)

Stürmer Robert Glatzel kritisierte sein Team nach dem Schluss-Krimi inklusive der beiden späten Gegentreffer durch Moritz Heyer (90.+2/Eigentor) und Fin Bartels (90.+3) bei Sky: „Das Zittern am Ende war unnötig. Das darf uns so natürlich nicht passieren. Es ist sehr ärgerlich, dass wir den Gegner nochmal so aufbauen.“

Hamburg steht nach acht Spielen bei 18 Punkten und vorerst erstmals seit 558 Tagen an der Spitze der Tabelle, kann aber im Laufe des Spieltages wieder verdrängt werden. Kiel kassierte trotz einer couragierten Leistung die zweite Saisonniederlage und belegt den siebten Platz.

Auch Sportvorstand Jonas Boldt fand: „Die Konzentration hat nachgelassen. Es ist ein bisschen ärgerlich, dass es am Ende nochmal spannend wurde. Aber wir haben sehr verdient gewonnen.“

Walter verlangt Konzentration bis zum Abpfiff

HSV-Coach Tim Walter zählte trotz des Erfolges seine Mannschaft an: „Gerade wenn du in der 2. Liga spielst, musst du jede Partie zu 100% annehmen. Das haben wir heute nicht geschafft. Du merkst dann, wenn du das nicht tust, dann kann es schnell ungemütlich werden“, erklärte der 46-Jährige.

Die Reaktion auf die schläfrige Anfangsphase gefiel dem Trainer allerdings: „Wir haben es ab der 20. Minute richtig gut gemacht und in der 2. Halbzeit nicht mehr viel zugelassen, bis auf die Endphase. Dann haben wir sie uns selbst reingekickt.“

Dem gebürtigen Badener missfiel die Reaktion seiner Mannschaft nach dem 0:3, als der HSV ein paar Gänge zurückschaltete: „Wir können so ein Spiel nicht einfach runterspielen, sondern müssen bis zum Ende hellwach sein. Sonst passiert so etwas, wie heute.“

HSV: Heuer-Fernandes erneut der Retter

Torjäger Robert Glatzel (39.), Moritz Heyer (69.) und Ludovit Reis (85.) trafen für den abgezockten HSV, auf der Gegenseite stand Heuer-Fernandes vor 15.034 Zuschauern früh und oft im Mittelpunkt.

Der Torhüter parierte unter anderem gegen Patrick Erras (4.), Fabian Reese (8.) und Jan-Fiete Arp (17.). Beim Eigentor von Heyer (90.+3) und Fin Bartels‘ Treffer (90.+3) war Heuer-Fernandes chancenlos.

Im zweiten Durchgang drängte Kiel vehement, aber ohne Glück auf den Ausgleich.

Ein Treffer von Arp zählte wegen eines Fouls an Heuer-Fernandes (65.) nicht, dann erhöhte Heyer überraschend per Kopf nach einer Ecke für den HSV.

Reis sorgte nach starker Einzelleistung für das 3:0, in der Schlussphase kämpfte sich Kiel nochmals heran.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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