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Bittere Gewissheit für deutschen Ski-Star

Bittere Gewissheit für deutschen Ski-Star
Bittere Gewissheit für deutschen Ski-Star

Das Weltcup-Finale der Skisprung-Damen in Planica wurde bereits vor dem eigentlichen Wettbewerb von einem schweren Sturz überschattet. Luisa Görlich, die im Vorjahr an gleicher Stelle mit dem deutschen Team WM-Gold geholt hatte, kam am Donnerstag im Trainingsdurchgang zu Fall und verletzte sich am Knie.

Einen Tag später wurden die schlimmen Befürchtungen Gewissheit und ein Kreuzbandriss diagnostiziert. „Die Skispringerin hatte sich bei einem Landungssturz im Training des Saisonfinales der Damen in Planica am Donnerstag einen Riss des Kreuzbandes im rechten Knie zugezogen“, teilte der Deutsche Ski-Verband mit. Die Operation sei bereits am Freitagmorgen vorgenommen worden und komplikationslos verlaufen.

Görlich hatte sich bereits 2018 einen Kreuzbandriss zugezogen und musste sich anschließend mühsam wieder zurück kämpfen. „Es wird ein paar Tage dauern, aber dann habe ich diesen ‚Saisonabschluss‘ hoffentlich auch schon wieder verdaut“, sagte Görlich. „Den Fokus lege ich dann auf die Reha. Mein Ziel ist es, ins Nationalteam zurückzukehren.“

DSV-Athletinnen um Schmid chancenlos

Nach dem Schock aus dem Probedurchgang lief es für die DSV-Adlerinnen auch im Wettbewerb nicht viel besser. Skisprung-Weltmeisterin Katharina Schmid sprang deutlich am Podest vorbei und belegte bei acht Grad und Dauerregen nur Rang Platz 21. Beste Deutsche war Selina Freitag, die mit Rang 15 aber auch nur im Mittelfeld landete.

„Mein Wettkampf heute war wie das Wetter und der Auslauf, das passt zur ganzen Saison. Es war durchwachsen, ich bin nicht zufrieden“, sagte Schmid im ZDF. Die Oberstdorferin hatte in der abgelaufenen Saison für die einzigen vier deutschen Podestplätze gesorgt, aber auch viele enttäuschende Ergebnisse hinnehmen müssen.

Schmid, die auf kleinen „Srednja skakalnica“ im Tal der Schanzen vor einem Jahr noch Einzel-Weltmeisterin wurde, zeigte mit 85 und 86 Metern mäßige Sprünge und blieb deutlich hinter den Besten zurück.

Pinkelnig gewinnt nach Rückzug von Norwegen-Duo

Die beste Springerin des Tages war die Österreicherin Eva Pinkelnig, die im zweiten Durchgang mit 103,5 m Schanzenrekord sprang und sich mit 244,9 Punkten knapp vor Großschanzen-Weltmeisterin Alexandria Loutitt (242,1 Punkte) durchsetzen konnte. Dritte wurde die vom Publikum gefeierte Lokalmatadorin Nika Prevc (235,6 Punkte), die bereits als Gewinner des Gesamtweltcups feststand.

Der Wettkampf in Planica war kurzfristig als Ersatz für den ausgefallenen Weltcup im rumänischen Rasnov ins Programm genommen worden. Weil die Frauen aber nur auf der kleinen Schanze springen dürfen, während die Männer drei stimmungsvolle Skifliegen auf der riesigen Letalnica absolvieren, hatten einige Springerinnen über Benachteiligung geklagt. Die norwegischen Topspringerinnen um die frischgebackene Skiflug-Weltrekordlerin Silje Opseth waren dem Finale aus Protest ferngeblieben.