Werbung

Kabayel kämpft um Titel - und für Türkei

Kabayel kämpft um Titel - und für Türkei
Kabayel kämpft um Titel - und für Türkei

Der deutsche Schwergewichtsboxer Agit Kabayel fiebert dem EM-Titelkampf in seiner Heimat Bochum entgegen - und steigt dabei auch für die Erdbebenopfer in der Türkei in den Ring.

„Dort haben die Menschen alles verloren, was sie sich im Leben aufgebaut haben. Die Bilder aus der Türkei sind eine riesige Motivation für mich. Ich möchte den Kampf für diese Menschen bestreiten“, sagte Kabayel der Bild.

Der 30-Jährige ist in 22 Profikämpfen noch ungeschlagen, am Samstag (22 Uhr/Bild.TV) wartet in der Bochumer RuhrKongress-Halle der Kroate Agron Smakici (32) auf das 110-Kilo-Kraftpaket. "Ich habe diese große Vorfreude, diese Ungeduld, ich merke es in meinem gesamten Umfeld", sagte Kabayel: "Ganz Bochum freut sich auf dieses Duell um diesen großen Titel."

Er wolle sich nicht auf seiner "Bilanz ausruhen" und sei "mental viel stärker" als früher, sagte Kabayel: "Ich bin langsam ein Mann geworden." Bei den Verbänden IBF, WBA und WBO steht Kabayel bereits unter den besten 15 der Welt, mit einem Erfolg am Samstag würde er auch beim Verband WBC in die Top 15 vorrücken. Sein großes Ziel ist der Weltmeistertitel, den beim WBC momentan Tyson Fury (34) hält. Mit dem Briten hatte Kabayel 2020 bereits einen Fight vereinbart, der aber aufgrund der Corona-Pandemie platzte.

Durch den Kampf am Samstag soll für die Erdbebenopfer in der Türkei "möglichst viel Geld" zusammenkommen: "Das ist meine Heimat, meine Familie. Ich werde einen Teil meiner Gage spenden, und ich versuche alles, was in meiner Kraft steht, um zu unterstützen", so Kabayel.