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Olympiasieger tritt mit 27 zurück: "Hunger nicht mehr da"

Olympiasieger tritt mit 27 zurück: "Hunger nicht mehr da"
Olympiasieger tritt mit 27 zurück: "Hunger nicht mehr da"

Rund ein halbes Jahr vor den Sommerspielen hat der australische Schwimm-Olympiasieger Mack Horton seine Paris-Hoffnungen begraben und seinen Rücktritt erklärt. Der 27 Jahre alte Goldmedaillengewinner von Rio 2016 über 400 m Freistil, der in seiner Laufbahn auch als Dopingkritiker Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte, begründete seinen Entschluss mit mangelndem Ehrgeiz.

"Ich wollte wirklich in Paris starten, aber der Hunger ist nicht mehr da gewesen", erklärte Horton.

Olympiasieger beendet Laufbahn

Der Freistil-Spezialist aus Melbourne feierte außer in Rio auch 2019 bei der WM in Gwangju durch Gold mit der 4x200m-Freistil-Staffel einen großen Erfolg. Darüber hinaus siegte Horton zwischen 2014 und 2018 insgesamt dreimal bei Commonwealth-Spielen.

Aufsehen erregte sein Zwist mit dem chinesischen Dopingsünder Sun Yang. Bereits in Rio hatte Horton seinen Rivalen aus dem Reich der Mitte einen „Dopingbetrüger“ genannt. Drei Jahre später bei der WM in Südkorea verweigerte Horton als Zweiter des 400-m-Wettbewerbs hinter dem Asiaten aus Protest gegen den zwischenzeitlich wegen Dopings gesperrten Sun seine Teilnahme an der Siegerehrung und auch den Handschlag zur Gratulation für den Sieg. „Ich bedauere nichts“, meinte Horton, „nur, dass die Jahre so schnell vergangen sind“.