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Seit 5 Tagen verschwunden: Wo ist Belarus' Machthaber Lukaschenko?

Seit 5 Tagen verschwunden: Wo ist Belarus' Machthaber Lukaschenko?

Viele fragen sich dieser Tage: Wo ist Belarus' Machthaber Alexander Lukaschenko? Eigentlich liebt der 68-jährige Staatschef den "Tag der Flagge", der in Belarus an diesem Sonntag begangen wird. Doch der Präsident war bei dieser besonderen Gelegenheit, zu der er sonst stets eine Rede gehalten hat, nicht zu sehen. Statt Lukaschenko hat Ministerpräsident Roman Golowtschenko, der sonst eher im Hintergrund agiert, den offiziellen Part der Zeremonie übernommen.

Es wurde spekuliert, dass Lukaschenko in ein Krankenhaus eingeliefert wurde.

Eine Krise in Belarus?

Der ehemalige Außenminister von Schweden Carl Bildt schreibt auf Twitter: "Was ist geschehen? Es gibt viele Gerüchte zur Gesundheit von Lukaschenko. Wenn diese ernst sind, können wir mit einer Krise zur Zukunft von Belarus rechnen - und wohl damit, dass Russland eine rasche und komplette Übernahme anstrebt".

Zuletzt war Alexander Lukaschenko am 9. Mai beim "Tag des Sieges" in Moskau zu sehen, als an das Ende des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Nazi-Diktatur erinnert wurde. Belarus zählt zu den wenigen engen Verbündeten von Russlands Präsident Wladimir Putin.

Doch Alexander Lukaschenko hat Wladimir Putin nicht zum Grab des unbekannten Soldaten begleitet - und er war nicht bei dem auf die Feierlichkeiten folgenden Essen dabei.

Zuletzt war immer wieder über die Gesundheit von Wladimir Putin spekuliert worden - auch als Russlands Präsident bei einem Gespräch mit Alexander Lukaschenko seltsam mit den Füßen gewackelt hatte.

Offiziell gibt es auch zum Gesundheitszustand von Lukaschenko keine Informationen.

Seit Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine gibt es auch keine Eishockeyspiele von Wladimir Putin und Alexander Lukaschenko mehr. Dieses Hobby hatte die beiden Staatschefs jahrelang amüsiert.

Als Nachfolger hatte Alexander Lukaschenko seinen 2004 geborenen Sohn Nikolai - genannte Kolja - auserkoren. Der Sohn hatte ihn auch auf mehreren Staatsbesuchen nach Russland und in den Vatikan begleitet.