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Selenskyj zu Besuch in Berlin: "Danke Deutschland!"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist am Sonntag von Bundeskanzler Olaf Scholz bei seinem ersten Besuch in Deutschland seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine mit militärischen Ehren empfangen worden.

Bundeskanzler Olaf Scholz hat der Ukraine die weitere Unterstützung Deutschlands zugesichert. "Wir unterstützen Euch so lange, wie es nötig sein wird", sagte der SPD-Politiker bei der gemeinsamen Pressekonferenz.

Der ukrainische Selenskyj arbeitet nach eigenen Angaben an einer Koalition für die Lieferung von Kampfjets an die Ukraine. "Ich denke, ich werde mich auch an die deutsche Seite wenden, um hier Unterstützung zu finden", sagt er. Kanzler Olaf Scholz betonte, dass sich Deutschland auf die bisher gelieferten Waffensysteme konzentrieren werde.

Selenskyj besucht Verbündete in der Hoffnung auf weitere Waffenlieferungen, die seinem Land helfen sollen, die russische Invasion abzuwehren, sowie nach Mitteln für den Wiederaufbau für die schwer vom Krieg gezeichneten Regionen der Ukraine.

Ein Flugzeug der Luftwaffe flog Zelenskyy von Rom in die deutsche Hauptstadt, wo er am Samstag mit Papst Franziskus und Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni zusammengetroffen war.

Am Vorabend seiner Ankunft - die unter strengen Sicherheitsvorkehrungen stattfindet - kündigte die deutsche Regierung ein neues Militärhilfepaket für die Ukraine im Wert von mehr als 2,7 Milliarden Euro (3 Milliarden Dollar) an, darunter Panzer, Flugabwehrsysteme und Munition.

Am Sonntag Morgen fasst der ukrainische Präsident noch einmal in einem Tweet zusammen, worauf es bei diesem Besuch ankommt: Waffen, Luftabwehr, Wiederaufbau, Eu, Nato, Sicherheit.

Nach einem Treffen mit Scholz und anderen hohen Regierungsvertretern im Kanzleramt fliegen Selenskyj und Scholz nach Aachen fliegen, wo Selenskyj den Internationalen Karlspreis, der ihm und dem ukrainischen Volk verliehen wird, entgegen nehmen wird.

Die Organisatoren sagen, dass der Preis anerkennt, dass ihr Widerstand gegen die russische Invasion eine Verteidigung "nicht nur der Souveränität ihres Landes und des Lebens ihrer Bürger, sondern auch Europas und der europäischen Werte" ist.

Während die deutschen Staats- und Regierungschefs ihre Unterstützung für die Ukraine zum Ausdruck gebracht haben, sind die deutschen Wähler geteilter Meinung darüber, ob das Land weitere Waffen liefern sollte, insbesondere moderne Kampfjets, wie sie Kiew von seinen Verbündeten fordert.