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Selenskyj "sehr glücklich": Ukraine bekommt eine moderne Luftwaffe

"Der Frieden rückt näher", sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Hiroshima. Er sei "sehr glücklich". Selenskyj bekommt endlich die seit langem gewünschten Kampfjets.

Auf dem G7-Gipfel in Japan haben die führenden demokratischen Volkswirtschaften den Weg für den Aufbau einer modernen ukrainischen Luftwaffe frei gemacht.

US-Präsident Joe Biden hat Jets des amerikanischen Typs F-16 zugesichert. Zunächst sollen in Zusammenarbeit mit Großbritannien, den Niederlanden, Belgien und Dänemark Piloten ausgebildet werden, was Monate dauert. Danach soll entschieden werden, wann und wie viele Flugzeuge von wem geliefert werden.

Mit den Kampfjets setzt die Ukraine auf eine Kriegswende. Auch wenn es nicht unmittelbar losgehen kann. "Ich glaube, die Entscheidung bedeutet nicht, dass wir all diese Verteidigungsmittel morgen haben werden. Wir müssen uns vorbereiten. Aber trotzdem: Es ist ein großartiger Beschluss", so Selenskyj.

Selenskyj traf Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sowie den französischen Präsidenten Emmanuel Macron, den britischen Premier Rishi Sunak sowie die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni einzeln zu Gesprächen.

In einer gemeinsamen Erklärung fordern die Staats- und Regierungschefs der G7 China auf, Russland dazu zu drängen, seine militärische Aggression zu beenden und seine Truppen unverzüglich, vollständig und bedingungslos aus der Ukraine abzuziehen."

Am Sonntag nimmt der ukrainische Präsident zum Abschluss der dreitägigen Gipfelberatungen an den Sitzungen teil. Laut einem japanischen Medienbericht ist auch eine Rede in Hiroshima geplant. Japan treffe zudem Vorbereitungen für einen Besuch Selenskyjs im Friedensmuseum. Dort werden Zeugnisse der Folgen des US-Atombombenabwurfs am 6. August 1945 auf die Stadt gezeigt.

Auch die Staats- und Regierungschefs hatten das Museum besucht und am Ehrenmal der mehr als 300.000 Atombombenopfer mit Kranzniederlegungen gedacht. Bei dem US-Angriff zum Ende des Zweiten Weltkriegs war Hiroshima fast vollständig zerstört worden.

Japans Ministerpräsident Fumio Kishida hatte als Gastgeber Hiroshima als Tagungsort ausgewählt. Mit Blick auf Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine erinnerte die Gipfelrunde an die Folgen eines Einsatzes von Kernwaffen. Der russische Präsident Wladimir Putin hat seit Beginn der Invasion am 24. Februar 2022 wiederholt mit dem Atomwaffenarsenal seines Landes gedroht.