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Borussia Dortmund gegen FC Chelsea: Darum musste der Elfmeter wiederholt werden

Der alles entscheidende Handelfmeter im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League beim FC Chelsea machte Borussia Dortmund rasend - aber die Entscheidung war regelkonform.

Borussia Dortmund gegen Chelsea FC
Die Entscheidung von Schiedsrichter Makkelie sorgte für Unverständnis beim BVB - aber sie war regelkonform. (Bild: Justin Setterfield/Getty Images)

Der Dortmunder Mittelfeldspieler Marius Wolf hatte kurz nach der Halbzeit eine Flanke im Strafraum mit der Hand aufgehalten. Der Körper war weggedreht, aber Arm und Hand befanden sich in der Flugbahn des Balles. Der niederländische Schiedsrichter Danny Makkelie verhängte den Strafstoß - und ließ ihn nach Kai Havertz' Schuss an den Pfosten wiederholen, weil Spieler zu früh in den Strafraum gelaufen waren.

Aufregung beim BVB - aber nicht gerechtfertigt

"Der Elfmeter und die Wiederholung - das ist ein handfester Skandal. Da braucht mir auch kein Regelhüter kommen", schimpfte BVB-Berater Matthias Sammer als TV-Experte bei Prime Video, und er ging Schiri Makkelie knallhart an: "Für solche Konstellationen gibt es Persönlichkeiten. Makkelie ist ein sehr, sehr arroganter Mensch."

Aber der umstrittene Handelfmeter ist tatsächlich regelgerecht wiederholt worden: Die offiziellen Regeln sehen vor, dass sich bei der Ausführung alle Spieler außer dem Schützen und dem Torhüter "mindestens 9,15m vom Elfmeterpunkt entfernt, hinter dem Elfmeterpunkt, innerhalb des Spielfelds und außerhalb des Strafraums" befinden müssen.

In Regel 14 des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) heißt es weiter: "Wenn je ein Spieler der beiden Teams ein Vergehen begeht, wird der Strafstoß wiederholt, es sei denn, einer der Spieler begeht ein schwereres Vergehen (z.B. unzulässiges Antäuschen)."

Darum wurde der Elfmeter wiederholt

Als Havertz den Ball schoss, waren mehrere Spieler des BVB bereits in den Strafraum gelaufen, darunter Salih Özcan, der nach dem Abprallen des Balls vom rechten Torpfosten klärend eingriff. Ein Chelsea-Spieler befand sich ebenfalls bei der Ausführung weit im Strafraum - auch, wenn der Ball ins Tor gegangen wäre, hätte Schiedsrichter Danny Makkelie eine Wiederholung anordnen müssen.

BVB-Profi Emre Can hatte dennoch kein Verständnis für die Entscheidung. "Der Schiri war schuld", sagte er sichtlich aufgebracht. "Es ist mir scheißegal, wer vorher reingelaufen ist! Er trifft den Pfosten, fertig, aus." Habe Makkelie keine Traute, müsse "die UEFA eben einen anderen an die Stamford Bridge schicken. Es tut extrem weh, dass wir wegen eines Schiris ausscheiden."

(mit SID und AFP)

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