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Sieg nach bizarrer Show: Djokovic lässt Fans rauswerfen

Titelfavorit Novak Djokovic hat auf dem Weg zu seinem 22. Grand-Slam-Titel die nächste Hürde genommen, dabei aber wieder einige Rätsel aufgegeben.

In der zweiten Runde der Australian Open setzte sich der serbische Topspieler mit 6:1, 6:7 (5:7), 6:2, 6:0 gegen den Franzosen Enzo Couacaud durch.

Nach einem problemlosem ersten Satz beschäftigte sich Djokovic im zweiten Durchgang plötzlich wieder mehr mit seinem bandagierten Oberschenkel. Der einstige Weltranglistenerste ließ sich behandeln, bewegte sich aber zunächst teils unrund.

Im umkämpften Tiebreak sah es läuferisch zwar schon wieder deutlich besser während der Ballwechsel aus - dennoch verlor er diesen gegen einen frech aufspielenden Gegner.

Zustand von Djokovic verbessert sich

Während das Level von Couacaud, der nie zuvor einen Top-70-Spieler bezwungen hatte, wieder sank, spielte Djokovic plötzlich wie befreit auf und zeigte wenig körperliche Beeinträchtigung mehr.

So ließ er den Weltranglisten-191. im weiteren Matchverlauf nicht mehr in die Nähe eines Satzgewinns kommen.

Für Aufregung sorgte noch eine Gruppe offensichtlich alkoholisierter Fans, die Djokovic ärgerte. Zwar feierte ihn die große serbische Community in Australien, doch diese kleine Gruppe machte dem Serben zu schaffen.

Djokovic beschwerte sich heftig darüber - und wie von Turnierdirektor Craig Tiley zuvor angekündigt - flog die Gruppe letztendlich raus. Ein Zuschauer lief dabei zu dem Quartett hin und schüttelte ihnen die Hand.

Djokovic trifft nun auf Bulgaren

In Runde drei wartet nun der Bulgare Grigor Dimitrov (Nr. 27) auf den 35-jährigen Djokovic.

Auf dem Weg zu seinem zehnten Titel in Melbourne ist der Weg von Djokovic dabei etwas einfacher geworden.

Denn in seiner Hälfte verabschiedete sich die Nummer zwei der Setzliste, Casper Ruud. Der Norweger verlor sein Zweitrundenmatch gegen Jenson Brooksby (USA) am Donnerstag überraschend in vier Sätzen.

Zudem schied überraschend auch der formstarke Taylor Fritz aus, der als heißer Kandidat für einen tiefen Run bei den Australian Open galt.