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Bei minus 19 Grad: Dramatische Szenen um US-Star

Bei minus 19 Grad: Dramatische Szenen um US-Star
Bei minus 19 Grad: Dramatische Szenen um US-Star

Temperaturen von bis zu minus 19 Grad, ein blutiges Gesicht - und am Ende trotzdem ein Podest-Coup: Dieses Rennen wird Jessie Diggins nicht so schnell vergessen!

Die Skilangläuferin aus den USA lief in Kuusamo über 20 km im freien Stil auf Platz 2 hinter der Schwedin Moa Ilar, obwohl nicht nur die extremen Wetterbedingungen ihr zusetzten: Diggins bekam während des Rennens einen Stock ins Gesicht, was ihr eine blutige Platzwunde zufügte. Außerdem verlor Diggins noch einen ihrer Handschuhe, was das Rennen bei arktischer Kälte noch unangenehmer machte. Nichtsdestotrotz fehlten ihr am Ende nur drei Zehntelsekunden zu Premierensiegerin Ilar.

„Gut, dass das Team sich so gut um mich kümmert“, dankte Diggins nach dem Rennen bei Instagram ihrem Betreuerstab. Die 32-Jährige - bei Olympia über 30 km Silber-Gewinnerin hinter Therese Johaug - ergänzte: „Hoffentlich ist damit alles an Drama, was passieren kann, für dieses Jahr durch.“ Diggins postete auch ein Foto ihres blutigen Handschuhs.

Bei Drama um Diggins: Carl verpasst Podium

Die deutsche Olympiasiegerin Victoria Carl hat derweil das erste Einzel-Podest ihrer Karriere im Weltcup knapp verpasst. Die 28-Jährige hielt sich bis zum Schluss in der Spitzengruppe, musste sich im finalen Sprint aber mit Rang acht begnügen. Hoffnungsträgerin Katharina Hennig kam nicht über den 27. Rang hinaus.

"Ich hatte keine gute Position, und dann waren einfach die Körner alle. Aber ein achter Platz mit so wenig Abstand nach vorne ist einfach mega geil", sagte Carl nach dem Rennen bei zweistelligen Minusgraden: "Jetzt geht es erstmal in die Sauna."

Carl (Zella-Mehlis) zeigte sich in dem Massenstart-Rennen von Beginn ganz vorne, bei der letzten Zwischenzeit lag sie noch gleichauf mit der Spitze. Nach 55:47,0 Minuten fehlten ihr letztlich nur 4,8 Sekunden zum Treppchen, das Diggins‘ US-Kollegin Rosie Brennan komplettierte.

Zweitbeste Deutsche war Pia Fink (Bremelau) auf Rang 17. Katharina Hennig, die 2022 gemeinsam mit Carl Olympia-Gold im Teamsprint gewonnen hatte, hatte im Ziel mehr als zwei Minuten Rückstand. Die Sächsin hatte schon vor dem Start erklärt, mit dem Massenstart-Rennen in Kuusamo „auf dem Kriegsfuß“ zu stehen. (DATENCENTER: Der Skilanglauf-Kalender)

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)