So denkt Eberl über Bayern

Da dürften ihm viele Gedanken durch den Kopf gegangen sein: Für Max Eberl war der Bundesliga-Restart mit dem Kracher-Duell zwischen RB Leipzig und dem FC Bayern an diesem Freitag aus persönlicher Sicht gleich doppelt bedeutsam.

Fast genau vor einem Jahr hatte der 49-Jährige wegen eines Burnouts mit sofortiger Wirkung seinen Job als Sportchef bei Borussia Mönchengladbach niedergelegt.

Max Eberl spricht über seine Eltern

Nun ist Eberl zurückgekehrt, als neuer Sportchef der Leipziger - und gab dabei offene Einblicke sowohl über sein Seelenleben, Familien-Reaktionen als auch über mögliche Offerten der Konkurrenz.

„Tatsächlich war es für meine Eltern auch nicht so leicht, ihren Sohn weinend vor sich sitzen zu sehen beim Erklären, was passiert ist. Sie kannten mich ja im Grunde nur stark und in der Öffentlichkeit und präsent“, sagte der Ex-Profi im ran-Interview.

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Und fügte an: „Sie haben mich aber da unfassbar unterstützt, wie meine Familie generell, wie meine besten Freunde auch. Ich habe sie öfters besucht, so oft, wie ich sie noch nie besuchen konnte in den letzten Jahrzehnten.“

Vorwürfe des Gladbacher Fanprojekts treffen Eberl hart

„Das war Max Eberl, so wie er war, so verletzt wie er war, so krank wie er war“, sagte Eberl rückblickend zu seiner denkwürdigen Pressekonferenz damals in Mönchengladbach.

Hart getroffen hatten ihn die Vorwürfe des Gladbacher Fanprojekts, er habe gelogen und sei schon vor seinem Abschied bei den Fohlen mit Leipzig klar gewesen: „Das war so eigentlich die größte Verletzung, die mir zuteil wurde. Das Vortäuschung einer Krankheit, Theaterspielen, das Benutzen von kranken Menschen mit mir in Zusammenhang gebracht wurde, das hat mich extrem traurig gemacht.“

Eberl froh über Neuanfang bei RB Leipzig

Auf die Frage, was er denn bei einem Angebot der Bayern gemacht hätte, erklärte Eberl: „Tatsächlich hätte ich mich auch dann für Leipzig entschieden. Bayern München ist ein großartiger Club. Aber sie sind mit Brazzo [Hasan Salihamidzic - Anm. d. Red.] und mit Oli [Kahn - Anm. d. Red.] einfach fantastisch aufgestellt.“

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Für Eberl habe sich dieses Thema insofern „gar nicht gestellt“. Vielmehr sei er nun „einfach unfassbar glücklich, dass RB Leipzig sich so mich bemüht hat und mir die Chance gibt, hier hoffentlich einen guten Job zu machen.“

Vorfreude herrscht bei Eberl auch schon hinsichtlich des Wiedersehen mit Gladbach in der Rückrunde: „Dann werde ich alles, was ich dazu beitragen kann, versuchen, damit wir gegen Gladbach gewinnen.

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