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Der tragische Tod des Stuttgarter Meistercoachs

Der tragische Tod des Stuttgarter Meistercoachs
Der tragische Tod des Stuttgarter Meistercoachs

Der deutsche Volleyball-Meister Allianz MTV Stuttgart trauert um seinen ehemaligen Erfolgstrainer Tore Aleksandersen. Der Norweger verstarb in seiner Heimat Molde am Mittwoch nach schwerer Krankheit im Alter von 55 Jahren.

Aleksandersen hatte im Dezember 2020 den Trainerposten in Stuttgart übernommen und seine Spielerinnen in der Saison 2021/22 zum ersten nationalen Double der Vereinsgeschichte geführt - trotz Prostatakrebs im Endstadium. Eine Diagnose, die er bereits bei seinem Amtsantritt kannte.

Der SZ hatte Aleksandersen im vergangenen Februar dazu noch gesagt: „Irgendwann wird der Teufel kommen, aber bis dahin werde ich kämpfen und mich gegen ihn stellen. So schnell werdet ihr mich nicht los.“

Allianz MTV Stuttgart trauert um Erfolgscoach Aleksandersen

In der vergangenen Spielzeit feierte Aleksandersen sogar noch einen weiteren Meistertitel mit Allianz MTV, obwohl er mehrere Wochen aufgrund seiner schweren Krebserkrankung gefehlt hatte. Im Anschluss beendete er krankheitsbedingt seine Trainer-Laufbahn.

"Mit Tore hat uns ein Mensch für immer verlassen, der für uns alle viel mehr war als der Erfolgstrainer von Allianz MTV Stuttgart. Er hat jeder und jedem Einzelnen von uns trotz und während seiner Krankheit unheimlich viel Energie, Inspiration und Freude gegeben," sagte Sportdirektorin Kim Oszvald-Renkema.

Aleksandersen habe für den Verein und den deutschen Volleyball „Großartiges geleistet“ und „mit seiner unnachahmlichen Art und seinem unerschütterlichen Glauben an seine Mannschaft für die erfolgreichste Zeit von Allianz MTV Stuttgart gesorgt“, sagte Geschäftsführer Aurel Irion: „Wir trauern zutiefst mit seiner Familie und all seinen Angehörigen und Freunden.“

Aleksandersen prägte auch den SSC Palmberg Schwerin

Aber Stuttgart war nicht der einzige Volleyball-Klub in Deutschland, den Aleksandersen geprägt hat. Zwischen 2003 und 2008 trainierte er sehr erfolgreich den SSC Palmberg Schwerin, holte 2006 sogar das Double aus Deutscher Meisterschaft sowie DVV-Pokalsieg und gewann 2007 noch einmal den Pokal.

Aus familiären Gründen zog es ihn dann zurück nach Norwegen, wo er ebenfalls große Erfolge feierte. Anfang 2010 zog es ihn trotz seines Jobs als finnischer Nationalcoach noch einmal nach Schwerin und er führte die Mannschaft erneut zur Meisterschaft.

Der SSC Schwerin bezeichnete seinen Ex-Trainer als einen der erfolgreichsten Trainer der Vereinsgeschichte und vor allem auch als einen außergewöhnlichen Menschen, „der nicht nur ein herausragender Volleyballtrainer, sondern auch eine inspirierende Persönlichkeit war.“

Abschließend heißt es in der Mitteilung des Klubs: „Trotz seiner eigenen gesundheitlichen Herausforderungen zeigte Tore Aleksandersen eine bewundernswerte Stärke und einen unerschütterlichen Willen, die seine herausragende Persönlichkeit nochmal unterstreichen und als Vorbild dienen, das weit über den Volleyballsport hinausreicht.“

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)