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Dieses Team will in die F1

Neben Andretti-Cadillac, dem Panthera Team Asia und dem Formula-Equal-Projekt des ehemaligen BAR-Teamgründers Craig Pollock kristallisiert sich ein vierter Kandidat heraus, der Interesse an einem Einstieg in die Formel 1 besitzt.

Wie racingnews365 berichtete, handelt es sich um Hitech GP. Die nötigen Dokumente sollen inzwischen bei der FIA eingegangen sein. Seit längerer Zeit startet die britische Mannschaft von Oliver Oakes in verschiedenen Nachwuchsserien, unter anderem in der Formel 2 und der Formel 3.

Das Online-Portal bezieht sich auf ein Teammitglied, das Einblicke in Hitechs Formel-1-Projekt „H26″ gab. Rund 60 Personen sollen mittlerweile in die Pläne involviert sein. In Hitechs alter F2-Operationsbasis in Silverstone wird demnach auch schon fleißig getüftelt.

Ex-Ferrari-Ingenieur leitet Hitech-Projekt

Offenbar meint es Hitech mit dem Vorhaben sehr ernst: Alte Mercedes-Anlagen werden aktuell dazu genutzt, um mit dem Entwurf eines Chassis sowie Windkanaltests der Aerodynamik zu beginnen. Dies seien zentrale Aspekte der Vorbereitungsarbeit, obwohl sich das Reglement bis zum möglichen Einstiegszeitpunkt 2026 noch einmal verändern wird.

An der Spitze des Projekts steht Ex-Ferrari-Ingenieur Dave Greenwood, der sich einst als Renningenieur von Kimi Räikkönen einen Namen machte. Zuletzt sammelte er als Technischer Direktor von zwei WEC-Teams erste Erfahrungen im Management-Bereich.

Außerdem soll „H26″ ein Interesse an einer Partnerschaft mit Mercedes haben. Momentan beliefert das Werksteam des deutschen Automobilherstellers insgesamt drei Teams (Aston Martin, Williams, McLaren). Bis 2026 kann sich die Lage allerdings ändern.

Denn das Verhältnis zwischen Mercedes-Teamchef Toto Wolff und Lawrence Stroll, dem Eigentümer von Aston Martin, soll sich in den vergangenen Monaten verschlechtert haben. Auch Williams tendiert zu mehr Unabhängigkeit und McLaren schaut sich sowieso nach Motor-Alternativen um.

So könnte Hitech das aufstrebende Aston Martin als Mercedes‘ B-Team ersetzen.

Wird Hitech aus den Golfstaaten unterstützt?

Unklar ist hingegen, wie das Projekt finanziert wird. Ursprünglich kümmerte sich Dmitry Mazepin, der Vater des ehemaligen Formel-1-Piloten Nikita, um den Rennstall.

Laut Medienberichten sollen sich Mazepin und Oakes aber noch vor Beginn des Ukraine-Kriegs im freundschaftlichen Einvernehmen getrennt haben. Stattdessen kursieren Gerüchte über Unterstützer aus den Golfstaaten, die seitdem finanzielle Mittel bereitstellen.

Die monetäre Sicherheit ist ein entscheidender Faktor im Bewerberprozess um neue Startplätze in der Formel 1. Maximal zwölf Teams soll die Königsklasse des Rennsports in Zukunft umfassen, teilte FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem im Februar mit.