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Seltsamer Eklat um Tennis-Topstar: Sind die Sitten verroht?

Seltsamer Eklat um Tennis-Topstar: Sind die Sitten verroht?
Seltsamer Eklat um Tennis-Topstar: Sind die Sitten verroht?

Wirbel um Andrej Rublew; Der russische Tennisspieler ist beim ATP-Turnier in Dubai für einen faustdicken Eklat gesorgt.

In seinem Halbfinalmatch gegen Alexander Bublik (Kasachstan) geriet der an Nummer zwei gesetzte Rublew im entscheidenden dritten Satz mit 5:6 in Rückstand und ging einen Linienrichter in aggressiver Manier verbal an. Nach minutenlanger Diskussion mit weiteren Offiziellen des Matches gab Stuhlschiedsrichterin Miriam Bley die Disqualifikation der Nummer 5 der Weltrangliste bekannt.

Die Szenerie sorgte bei den Zuschauern für einige Verwirrung und Diskussionen, die Offiziellen warfen Rublew vor, sie auf Russisch übel beleidigt zu haben, während Rublew sich verteidigte, Englisch gesprochen und eher harmlose Worte gewählt zu haben.

Rublews Beteuerungen halfen ihm jedoch ebenso wenig wie das positive Einwirken seines Gegners. In einem Video auf der Plattform X war zu hören, wie Bublik bekräftigte: „Ich bin bereit, weiterzuspielen.“ Auch Bublik hatte während des finalen Satzes mehrfach mit der Stuhlschiedsrichterin diskutiert. Zum Zeitpunkt der Disqualifikation hatte es 7:6 (7:4), 6:7 (5:7), 6:5 für Bublik gestanden.

Rublew in der Kritik: „Es fehlt ihm an Selbstkontrolle“

Der Eklat sorgte in den sozialen Medien für gespaltene Reaktionen über die aus Sicht vieler verrohten Sitten auf dem Tenniscourt und die Vollstreckung der Regeln.

Ein Teil der Fans sah Rublew unfair behandelt, andere verwiesen darauf, dass Rublew in den vergangenen Monaten schon einige Male über die Stränge geschlagen sei: Beim Shanghai Masters im vergangenen Jahr beschimpfte er einen Fotografen, von dem er sich gestört gefühlt hatte und kassierte dafür eine Verwarnung, im vergangenen Monat gab es auch beim Ultimate Tennis Showdown (UTS) in Oslo Stunk mit einem Schiedsrichter.

„So liebenswert er sein kann, es fehlt ihm eindeutig an Selbstkontrolle und das muss er sich ankreiden“, kritisierte der bekannte Tennis-Journalist Ben Rothenberg bei X: „Hoffentlich lernt er daraus und wächst daran.“

Rublews Temperament hat ihn nun eine gute Chance auf seinen 16. Karriere-Titel verpasst - bei Grand Slams hadert Rublew seit Jahren mit einer historisch schwarzen Serie von mittlerweile zehn verlorenen Viertelfinals ohne einen Sieg.

Im Finale trifft Sieger Bubilk auf Ugo Humbert aus Frankreich, der Titelverteidiger Daniil Medwedew mit 7:5, 6:3 besiegte.

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Mit Sport Informations-Dienst (SID)