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Der tragische Tod eines Megatalents

Der tragische Tod eines Megatalents
Der tragische Tod eines Megatalents

„Jimmy war ein aufgeweckter, fröhlicher Junge. Er hätte eine tolle Karriere hinlegen können. Er war ein kleiner, hartnäckiger Bursche, sehr populär.“

Kein Geringer als Sir Alex Ferguson, Trainerlegende von Manchester United, wählte diese bemerkenswerten Worte über Jimmy Davis, der vor einer großen Karriere stand, aber viel zu früh aus dem Leben gerissen wurde.

Im August 2003 starb Davis bei einem tragischen Verkehrsunfall. Am Sonntag hätte er seinen 40. Geburtstag gefeiert.

Schon im Alter von 17 Jahren erhielt der Offensivakteur, dessen Lieblingsspieler Eric Cantona war, im September 1999 bei Manchester United seinen ersten Profivertrag, ehe er im November 2001 beim 0:4 im Ligapokal gegen Arsenal sein Debüt in der ersten Mannschaft feierte.

Davis startete bei Swindon Town voll durch

Die Zeit war aber noch nicht reif für Davis, bei den Red Devils voll durchzustarten, weshalb er im August 2002 an den unterklassigen Verein Swindon Town abgegeben wurde – seine bereits zweite Leihe, nachdem er 2001 für sechs Monate bei Royal Antwerpen gespielt hatte.

Bei Swindon Town wusste Davis, der bei hohem Tempo kaum vom Ball zu trennen war, auf dem rechten Flügel voll und ganz zu überzeugen und avancierte schnell zum Publikumsliebling.

Nach drei Monaten kehrte er zu United zurück, ehe der englische U20-Nationalspieler 2003/04 auf Leihbasis bei Zweitligist FC Watford Spielpraxis sammeln sollte, nachdem er im Sommer 2003 einen neuen Dreijahresvertrag in Manchester unterschrieben hatte.

Dazu sollte es aber nicht mehr kommen: In den frühen Morgenstunden des 9. August 2003 war Davis, der wegen einer Verletzung nicht hätte spielen können, auf dem Weg zum ersten Saisonspiel von Watford, ehe er mit einem Lastwagen kollidierte und auf der Stelle tot war.

Darren Fletcher trauert um seinen früheren Teamkollegen

Anschließende Untersuchungen ergaben, dass Davis alkoholisiert bei schlechten Sichtverhältnissen viel zu schnell unterwegs war.

Die Partie von Watford wurde nach dem Unglück verschoben. Zur Beerdigung kamen 500 Trauergäste, darunter die Profiteams von Watford und Manchester United.

Einer, der auch heute noch kaum über diesen Tag sprechen kann, ist Danny Webber, einst Kumpel und Teamkollege von Davis bei United. „Es ist hart, weil wieder schlimme Erinnerungen aufkommen“, sagte Webber. „Es ist hart, weil du die Person vermisst. Er war mein bester Freund im Verein.“

Darren Fletcher, heute Uniteds technischer Direktor, trauert immer noch um seinen früheren Teamkollegen.

„Es fühlt sich immer noch so an, als wäre es noch gar nicht so lange her“, sagte Fletcher gegenüber The Athletic. „Ich habe zu Jimmy aufgeschaut. Ich war zwei Jahre jünger als er und es gab keinen Zweifel, dass er ein Topspieler geworden wäre. Er hatte das Talent, die Entschlossenheit, die Mentalität. Er hätte eine große Karriere aufs Parkett gelegt.“