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Herbe Klatsche! Freiburg geht in London baden

Herbe Klatsche! Freiburg geht in London baden
Herbe Klatsche! Freiburg geht in London baden

Historische Chance verpasst, ordentlich Lehrgeld gezahlt: Der SC Freiburg ist auf seiner emotionalen Europa-League-Reise im Achtelfinale gescheitert. An einem regnerischen Abend in London kassierte die gehemmt wirkende und chancenlose Mannschaft von Trainer Christian Streich im Rückspiel mit 0:5 (0:2) beim gnadenlosen Premier-League-Klub West Ham United die höchste Pleite ihrer Europacup-Geschichte. Das Warten auf das erste internationale Viertelfinale der Vereinsgeschichte geht weiter.

Eine Woche nach dem 1:0-Hinspielerfolg enttäuschte der Sport-Club über weite Strecken und geriet durch die Treffer von Lucas Paqueta (9.) und Jarrod Bowen (32.) früh ins Hintertreffen, Aaron Cresswell (52.) sowie Doppelpacker Mohammed Kudus (77. und 85.) erhöhten nach der Pause. Ob es das letzte europäische Spiel für Streich als SC-Trainer war, bleibt offen. Schon im Vorjahr war der Traum der Breisgauer im Achtelfinale gegen Juventus Turin geplatzt.

Streich: „Wir waren klar unterlegen“

„Wir sind natürlich sehr enttäuscht. Aber ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Weil wir konnten es heute nicht verteidigen und waren einfach klar unterlegen aufgrund der individuellen Qualität des Gegners“, resümierte der SCF-Trainer auf der Pressekonferenz.

Streich sprach von einer „abartigen Qualität“ des Gastgebers und hob diesen immer wieder positiv hervor. Er wolle seine Mannschaft erstmal „in Ruhe lassen und im Hotel über alles sprechen“.

Dabei höre es sich komisch an, „aber eigentlich war alles ok, wie wir ins Spiel reingekommen sind. Dann kamen die drei Eckbälle. Vorne verlieren wir das Duell und am langen Pfosten lassen wir Paqueta laufen“, analysierte der Kult-Trainer den ersten Gegentreffer.

„Wir haben keine Chance gehabt“

Christian Günther befand gegenüber RTL+ die Europa-Reise sei „wieder eine Wahnsinnserfahrung“ gewesen. Der Gastgeber habe es sehr gut und sehr effizient gemacht, „gefühlt jede Chance war drin“, untermauerte der Kapitän der Freiburger.

„Wir haben keine Chance gehabt. Gefühlt hat West Ham uns gezeigt, was Effizienz bedeutet“, ergänzte Abwehrspieler Matthias Ginter.

Im stimmungsvollen Olympiastadion von 2012 erwischte der Sport-Club jedoch einen Albtraumstart. Nach einer Ecke stand Paqueta am zweiten Pfosten richtig und sorgte für den ersten Rückschlag. Schon früh war der Vorteil aus dem Hinspiel dahin. Dem SC, der zum vierten Mal in dieser Saison auf West Ham traf, fiel bis auf einen Abschluss von Roland Sallai (10.) wenig ein.

Stattdessen verpasste Kudus (18.) zunächst den zweiten Treffer der abgezockten Gastgeber, ehe Bowen mit einem trockenen Abschluss aus der zweiten Reihe erhöhte. Streich stand etwas ratlos an der Seitenlinie.

Die rund 2300 mitgereisten SC-Anhänger dürften in der Pause auf eine weitere dramatische Aufholjagd wie im Zwischenrunden-Rückspiel gegen den RC Lens gehofft haben. Gregoritsch kam zur zweiten Hälfte, aber wieder meldeten sich zunächst die Engländer mit Cresswell, der von der Strafraumkante den nächsten Treffer erzielte. Die Bemühungen der Freiburger in der Schlussphase blieben wirkungslos. Kudus bestrafte Streichs Team erneut.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)