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Turbo-Hattrick: Freiburg blamiert Union

Turbo-Hattrick: Freiburg blamiert Union. (Bild: Helge Prang/Getty Images)
Turbo-Hattrick: Freiburg blamiert Union. (Bild: Helge Prang/Getty Images)

Dank des Turbo-Hattricks von Vincenzo Grifo binnen 16 Minuten geht der SC Freiburg als Bayern-Jäger Nummer eins in die WM-Pause.

Der italienische Nationalspieler führte die Breisgauer im letzten Bundesliga-Spiel vor der Endrunde zu einem 4:1 (4:0) gegen zehn Mann von Union Berlin.

Durch den Dreier im Verfolgerduell kletterte der SC auf Platz zwei, Freiburg liegt vier Punkte hinter dem Rekordmeister aus München.

Grifo traf in der vierten Minute per Hand- und in der 20. Minute per Foulelfmeter. Dazwischen war der 29-Jährige aus dem Spiel heraus erfolgreich (6.). Grifo ist damit der zweite Freiburger nach Nils Petersen (2015), dem ein Hattrick gelang.

Frühe Rote Karte gegen Union

Michael Gregoritsch (45.+1) traf zudem für den SC. Bei Berlin lief dagegen so ziemlich alles schief. Robin Knoche schoss einen Foulelfmeter an den Pfosten (9.), Diogo Leite sah früh die Rote Karte (19.). Sven Michel (85.) verkürzte spät per Foulelfmeter.

Die Freiburger hatten nie zuvor nach 15 Spieltagen 30 Punkte auf dem Konto. Während der Sport-Club seit zehn Pflichtspielen zu Hause ungeschlagen ist, kassierten die Berliner die dritte Auswärts-Niederlage in Folge. Union überwintert als Tabellenfünfter.

"Es läuft ja alles wunderbar. Wir sind sehr zufrieden", resümierte SC-Coach Christian Streich schon vor dem Duell der beiden aktuell dienstältesten Bundesliga-Trainer bei DAZN den bisherigen Saisonverlauf. Sein Gegenüber Urs Fischer hatte vor dem Anpfiff einen "guten Eindruck" von seinem Team.

Vor 33.800 Zuschauern ging es gleich in den ersten Minuten hoch her. Nach einer Flanke des Freiburger WM-Fahrers Christian Günter hatte der Japaner Ritsu Doan nach rund einer halben Minute die Führung auf dem Kopf.

Turbo-Hattrick von Grifo

Da der Berliner Christopher Trimmel bei Günters Flanke leicht mit der Hand am Ball war, entschied Schiedsrichter Deniz Aytekin (Oberasbach) nach Videostudium auf Strafstoß. Grifo verwandelte sicher vom Punkt.

Danach ging es wild weiter. Nach einem Fehlpass von Paul Seguin konterten die Freiburger die Gäste über Gregoritsch und Grifo aus. Es war bereits das achte Saisontor Grifos.

Kurz darauf wechselte der Schauplatz auf die Gegenseite. Union-Angreifer Sheraldo Becker wurde von Nicolas Höfler an der Strafraumgrenze gefoult. Den fälligen Strafstoß setzte Knoche an den Pfosten.

Im Anschluss gab es nur wenig Zeit zum verschnaufen. Die Gäste, bei denen der gesperrte Rani Khedira sowie der verletzte Stammtorwart Frederik Rönnow fehlten, mussten die nächsten herben Rückschläge hinnehmen. Leite sah nach einer Notbremse gegen Doan die Rote Karte, Grifo traf erneut vom Punkt.

In Unterzahl schafften es die Berliner nicht, ohne weiteres Gegentor in die Pause zu kommen. Gregoritsch erzielte nach Vorarbeit Doans sein sechstes Saisontor.

Im zweiten Durchgang ließen es die Freiburger ruhig angehen und verwalteten den deutlichen Vorsprung. Laut wurde es erst wieder in der 76. Minute, als Grifo ausgewechselt wurde.

Michel mit dem Ehrentreffer

Kurz vor dem Schlusspfiff (85.) bekamen die Berliner durch einen Foulelfmeter, verursacht von Yannick Keitel, die Chance auf den Ehrentreffer. Sven Michel ließ sich diese Möglichkeit nicht nehmen und verwandelte sicher zum 1:4-Endstand.

Mit dem Erfolg überwintert das Team von Christian Streich auf dem zweiten Tabellenplatz und ist damit Bayern-Jäger Nummer eins. Nach der langen Winterpause gastiert der Sportclub beim VfL Wolfsburg.

Union Berlin dagegen dürfte sich über die bundesligafreie Zeit freuen. Ein magerer Sieg aus den letzten fünf Partien bedeutet unter dem Strich Tabellenplatz fünf für den Europa-League-Teilnehmer.

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