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Ulm patzt: „Leistung war erbärmlich“

Ulm patzt: „Leistung war erbärmlich“
Ulm patzt: „Leistung war erbärmlich“

Es hätte ein schöner Abend werden sollen für ratiopharm Ulm, doch nach der Ehrung für Klublegende Per Günther ging auf dem Parkett nichts zusammen. Der deutsche Basketballmeister unterlag Aufsteiger Tigers Tübingen im Schwabenderby vor ausverkauftem Haus mit 76:97 (48:56), Trainer Anton Gavel war wegen des schweren Rückschlags in der Bundesliga (BBL) restlos bedient.

"Unsere Leistung war erbärmlich", sagte der frühere deutsche Nationalspieler: "Wir haben gedacht, dass wir das Spiel im Vorbeigehen gewinnen können und dafür die Quittung bekommen. Am Ende sind es 97 gegnerische Punkte - so kannst du kein Spiel gewinnen." Ulm ist mit 13 Siegen und fünf Niederlagen Dritter hinter den Niners Chemnitz (15:3) und Pokalsieger Bayern München (12:3).

Vor Spielbeginn hatten die Ulmer Günthers Trikot mit der Nummer 6 "retired" vor 6000 Zuschauern unter das Hallendach gezogen. "Per hat nicht nur ratiopharm Ulm seinen Stempel aufgedrückt, sondern auch der ganzen BBL", betonte Geschäftsführer Thomas Stoll, "wir sind gemeinsam gewachsen, haben gefeiert und nicht nur einmal geweint." Günther, der 14 Jahre für den Klub spielte und 500 Partien absolvierte, bedankte sich für "das größte Abenteuer meines Lebens".

Der langjährige Teamkapitän hatte seine Karriere 2022 beendet, ein Jahr später holte der Klub den ersten Meistertitel. Die Rückennummer des 65-maligen Nationalspielers ist die erste, die bei den Ulmern zukünftig nicht mehr vergeben wird.