Werbung

Umwelt-Kritik an der Formel 1

An diesem Wochenende macht die Formel 1 in Miami halt, also in Amerika. Eine Woche zuvor rasten die Boliden in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku umher, ehe es Mitte Mai in Europa, genauer gesagt in Italien weitergeht.

Der Reiseaufwand der Motorsport-Königsklasse ist enorm. Insbesondere dafür sieht sich die F1 zum wiederholten Mal Kritik ausgesetzt.

Greenpeace-Mitarbeiterin Ursula Bittner forderte bei der österreichischen Presseagentur APA: „Der Reiseaufwand der Formel 1 müsste maximal reduziert werden. Das würde eine komplette Umstrukturierung des Rennkalenders bedeuten, also dass die Rennen konsequent jeweils an einem Kontinent nach dem anderen stattfinden und man nicht so wie bisher zwischen den Kontinenten mehrfach in einer Saison wechselt.“

Greenpeace kritisiert Privatjets der F1-Stars und Teams

Die Wirtschaftsexpertin der Umweltorganisation hat aber noch weitere Anliegen. „Es dürften auch keine Privatjets mehr verwendet werden, die Anreise der Zuschauer müsste auch deutlich stärker auf den öffentlichen Verkehr gelenkt werden“, ergänzte Bittner.

Letztlich müsse die Formel 1 „echte Klimaschutzmaßnahmen“ umsetzen, dazu würde auch die Umstellung auf Elektroautos beitragen, was jedoch in den Planungen der FIA keine Rolle spielt.

Immerhin will die Rennserie ab dem Jahr 2026 mit Hybrid-Motoren fahren, die zu 50 Prozent elektronisch und zu 50 Prozent durch Verbrennung klimaneutraler E-Fuels betrieben werden.

Und auch in Sachen Reiserei wollen die Verantwortlichen um Präsident Stefano Domenicali künftig auf mehr Effektivität setzen. Ab der Saison 2024 soll die Anzahl weiter Flüge auf verschiedene Kontinente reduziert werden.

Formel 1 will Klimabilanz verbessern

„Wir werden nicht mehr von Kontinent zu Kontinent hüpfen. Wenn wir wo sind, bleiben wir dann auch länger dort. Die europäischen Rennen rutschen zusammen, die asiatischen Rennen rutschen zusammen, jene im Nahen Osten und in Amerika auch“, erklärte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff der APA.

Wie genau der Kalender ab dem kommenden Jahr umgestaltet werden soll, ist noch nicht konkret bekannt. Dieses Jahr ist die Formel 1 beispielsweise zu vier unterschiedlichen Zeitpunkten in Asien, dazwischen einmal in Australien, mit Unterbrechung in Europa sowie zweimal in Amerika.

Das Ziel Klimaneutralität hat sich die F1 für das Jahr 2030 gesetzt.