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Union patzt im Titelrennen

Kein Sieg für Union Berlin!

Das Team von Trainer Urs Fischer hat sich am Samstag im Heimspiel vom 1. FC Köln torlos getrennt. Damit beträgt ihr Rückstand zum ersten Tabellenplatz, den der BVB vor dem Abendspiel des FC Bayern inne hat, nun fünf Punkte. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Für FC-Coach Steffen Baumgart war die Reise zu seinem Ex-Klub nach Berlin speziell. „Natürlich ist das Spiel bei Union besonders für mich. Ich habe immer noch eine Wohnung in Köpenick“, hatte der zweimalige „Unioner des Jahres“ (2003 und 2004) vorab gesagt. Das Berliner Publikum empfing ihn mit Applaus. (DATEN: Die Tabelle der Bundesliga)

Kölns Florian Kainz zog bei Sky ein positives Fazit: „Der Punkt ist sehr wertvoll, wir nehmen ihn gerne mit. Wir können zufrieden sein. Wir haben die besseren Chancen gehabt. Wir müssen ein Tor machen und dann wären wir auch als Sieger vom Platz gegangen.“

Unions Torwart Frederik Rönnow musste zwischenzeitlich das Remis festhalten. Die Gäste spielten sich einige gute Tormöglichkeiten heraus, doch der Däne behielt die weiße Weste: „Normalerweise lassen wir nicht so viel zu tun. Aber wir haben immerhin zu Null gespielt und einen Punkt geholt. Ich bin glücklich darüber, dass ich der Mannschaft helfen konnte.“

Kaum Chancen auf beiden Seiten

Was Baumgart nach dem Anpfiff auf dem frisch verlegten Rasen zu sehen bekam, konnte ihm dagegen zunächst weit weniger gefallen. Union begann schwungvoll, baute sofort Druck auf und provozierte Kölner Fehler. Kevin Behrens erkämpfte sich den Ball im Zweikampf mit Florian Kainz, zielte im Anschluss aus rund 16 Metern aber zu zentral (4.).

Die Berliner Anfangsoffensive überstand Köln schadlos. Die FC-Defensive verteidigte lange Bälle auf Unions Zielspieler um Behrens sicher, im Zentrum neutralisierten sich beide Mannschaften in einem kampfbetonten Duell. Trotzdem taten sich Lücken auf. Dejan Ljubicic kam nach einem guten Kölner Konter im Strafraum zum Abschluss. Der Österreicher zielte knapp daneben (19.).

Höhepunkte wie diese blieben eine Seltenheit in der ersten Halbzeit. Union und Köln fanden kaum ein Durchkommen gegen die gut organisierten Defensivreihen, auch Standards verpufften. Union spielte vereinzelte Vorstöße über den schnellen Sheraldo Becker unsauber aus.

Rönnow hält Union den Punkt fest

Nach der Pause erhöhten beide Seiten das Tempo und fanden häufiger den Weg ins letzte Drittel. Erst scheiterte Unions Josip Juranovic (49.), dann verzog Kölns Linton Maina (50.) nach einem Konter aus kurzer Distanz.

Köln erspielte große Vorteile, auch, weil sich in Unions Spielaufbau ungewohnte Fehler einschlichen. Verlassen konnten sich die Berliner auf Frederik Rönnow. Der Torhüter strahlte große Sicherheit aus und hielt Union im Spiel. Gegen Kainz (59.) und Jonas Hector (66.) parierte er sehenswert.