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"Früher würde man sich schämen": Ikone ätzt gegen ten Hag

Das unglaubliche Traumtor von Alejandro Garnacho hat Manchester United gegen den FC Everton früh auf die Siegerstraße gebracht. Letztlich gewannen die Red Devils auch deutlich mit 3:0 und feierten den achten Sieg in der Premier-League. Ist nach dem schwachen Saisonstart nun alles wieder im Lot? Nicht, wenn es nach Ex-Kapitän Roy Keane geht!

Der 52-Jährige störte sich vor allem an einer Szene in der 56. Minute, als Marcus Rashford einen Strafstoß zum 2:0 verwandelte. Denn eigentlich ist Bruno Fernandes der übliche Elfmeterschütze bei United, doch er überließ seinem Teamkollegen den Ball, weil dieser in der Saison noch nicht viele Tore erzielt hatte.

Trainer Erik ten Hag lobte Fernandes im Anschluss für diese Entscheidung, was bei Keane gar nicht gut ankam. „Er gibt Bruno ein Sahnebonbon, weil er den Ball für den Elfmeter weitergegeben hat - absoluter Blödsinn, absoluter Blödsinn, so etwas zu sagen“, polterte der Ex-Profi bei Sky Sports.

Kane: Früher hätte man sich bei Platz sechs geschämt

Keane begründete seine Sichtweise mit der sportlichen Gesamtlage bei den Red Devils. „Manchester United ist jetzt Sechster - wenn man ein paar Jahre zurückgeht, würde man sich schämen, wenn man Sechster wäre.“

Der englische Traditionsverein sei „offensichtlich mit dem sechsten Platz zufrieden“ und habe die Mittelmäßigkeit akzeptiert.

„Manchester United muss sich mit den besten Mannschaften messen. Dazu gehören Liverpool, Manchester City und Arsenal“, stellte Keane klar und blickte in die Zukunft: „Nächste Woche geht es nach Newcastle - wir werden sehen, was Manchester United vorhat. Das ist es, was sie tun sollten, in den großen Spielen aufdrehen.“

Ten Hag: Fernandes ist ein großartiger Kapitän

Ten Hag hatte hingegen betont, dass der Erfolg gegen Everton seiner Mannschaft nach dem schwierigen Saisonstart neues Selbstvertrauen geben kann und ging im Detail auf die Rolle von Fernandes ein.

„Man hat gesehen, was für ein großartiger Kapitän Bruno ist“, sagte der Niederländer. Schließlich habe Fernandes vor dem Elfmeter gesehen, dass sein Mannschaftskamerad dieses Tor unbedingt brauchte.

„Er hatte das Vertrauen in Rashy, weil er weiß, dass er ein sehr guter Elfmeterschütze ist“, fügte ten Hag hinzu: „Als Team braucht man das. Man braucht eine solche Führung, man unterstützt sich gegenseitig, um eine erfolgreiche Saison zu spielen.“