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Ein unwahrscheinliches Biathlon-Comeback

Ein unwahrscheinliches Biathlon-Comeback
Ein unwahrscheinliches Biathlon-Comeback

So ein Comeback sieht man nicht alle Tage! Torstein Stenersen hatte seine Biathlon-Karriere eigentlich nach der Saison 2020/21 beendet. Doch an diesem Wochenende war er überraschend wieder da - und das unter vollkommen ungewöhnlichen Umständen.

Für die Schwedischen Meisterschaften kehrte der 35-Jährige aus seinem Sportler-Ruhestand zurück. Zuvor hatte der Verein Biathlon Östersund IF eine kurzfristige Anfrage an den Ex-Athleten gerichtet, ob er bereit sei, in die Loipe und an den Schießstand zu gehen.

Grund: Für die Single-Mixed-Staffel fehlte ein Mann. Andernfalls hätte eine Athletin nicht an den Start gehen können. Deshalb willigte Stenersen ein - allerdings komplett ohne Wettkampfpraxis.

„Seit mindestens zwei Jahren keinen einzigen Schuss abgegeben“

„Da ich noch auf einer Vortragsreise war, hatte ich mein Gewehr dabei. Ich bekam ein Paar Skier und dann ging es für mich einfach los“, zitiert die schwedische Zeitung Expressen den 35-Jährigen.

Besonders kurios dabei: „Ich habe seit mindestens zwei Jahren keinen einzigen Schuss mehr abgegeben“, schilderte Stenersen demnach. Es sei „eine Mischung aus Freude und Entsetzen“ gewesen, wieder an einem Wettkampf teilzunehmen.

Vor allem, da es ihn daran erinnert habe, „wie viel harte Arbeit und Mühe dahintersteckt“, um beim Biathlon mithalten zu können.

Stenersen bei Biathlon-Comeback auf Platz zwölf

Dass es am Ende sogar für Platz zwölf in der Single-Mixed-Staffel reichte, war dem geschuldet, dass der Ex-Athlet sich auch im sportlichen Ruhestand weiter in Form hält. „Ich trainiere fast jeden Tag, auch wenn es nicht mehr so viel ist wie früher“, erklärte er.

Stenersen, gebürtiger Norweger, war 2015 vom norwegischen zum schwedischen Biathlon-Verband gewechselt. 2018 feierte er in der Staffel unter anderem auch einen Weltcupsieg in Hochfilzen (Österreich).

In der Saison 2021/22 absolvierte er keine internationalen Wettkämpfe mehr. Im März 2022 beendete er seine Karriere nach den Schwedischen Meisterschaften.