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Viele Verletzte bei grenzwertigem Rennen

Viele Verletzte bei grenzwertigem Rennen
Viele Verletzte bei grenzwertigem Rennen

Ragnhild Mowinckel aus Norwegen hat nach dem Chaos-Rennen am Freitag mit schweren Stürzen und zahlreichen Verletzten die grenzwertige zweite Weltcup-Abfahrt im italienischen Cortina d'Ampezzo gewonnen. Bei starkem Wind und nach einer mehr als halbstündigen Unterbrechung siegte die 31 Jahre alte WM-Dritte im Riesenslalom vor Jacqueline Wiles aus den USA (+0,35 Sekunden) und Sofia Goggia aus Italien (+0,44 Sekunden). Kira Weidle schied aus.

Das Rennen stand von Beginn an unter dem Eindruck des Windes, der über die eisige "Olimpia delle Tofane" fegte. Nach dem Start um 10.45 Uhr setzte sich nach mehreren zunächst nur kurzen Unterbrechungen zunächst Goggia an die Spitze. Nach 17 Starterinnen verfügte die Rennjury aus Sicherheitsgründen eine längeren Pause, bei der anhaltenden Wind-Lotterie zogen danach Mowinckel (Startnummer 20) und Wiles (26) das große Los.

Die mit Nummer zehn gestartete Weidle war zu diesem Zeitpunkt längst ausgeschieden: An einer Welle kurz nach dem Start vermied sie nur mit Mühe einen schweren Sturz, rutschte nach einer Pirouette allerdings erkennbar verärgert die Piste hinab. Katrin Hirtl-Stanggaßinger belegte den 33. und letzten Platz. Erst um 13.20 Uhr war das Rennen zu Ende. Zwei der 45 Teilnehmerinnen durften nicht mehr auf die Piste. Für Mowinckel war es der vierte Weltcup-Sieg.

Beim Chaos-Rennen am Freitag hatten sich zahlreiche Läuferinnen wegen der tückischen Pistenverhältnisse zum Teil schwer verletzt, 23 Prozent des Starterfeldes kamen nicht ins Ziel. Ski-Königin Mikaela Shiffrin kam nach einem kapitalen Sturz noch glimpflich davon, sagte aber bis auf Weiteres alle Starts ab. Olympiasiegerin Corinne Suter aus der Schweiz erlitt einen Kreuzbandriss.

Insgesamt fehlten am Samstag acht Läuferinnen im Vergleich zum Freitag, unter anderem die angeschlagene deutsche Emma Aicher wegen einer Schuhrandprellung.