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„Ich war fast wie auf Droge“

„Ich war fast wie auf Droge“
„Ich war fast wie auf Droge“

Konstanze Klosterhalfen kürte sich im letzten Jahr sensationell zur Europameisterin über die 5000 Meter und sorgte für einen der absoluten Höhepunkte der European Championships in München.

Was der außergewöhnliche Triumph bei der 26-Jährigen wirklich auslöste, verdeutliche die Läuferin vor dem Start der neuen Saison der Diamond League.

„Das war einfach Wahnsinn, dass es zum Ende des Sommers so eine tolle Wendung gab. Ich war so euphorisiert, fast wie auf Droge“, erklärte Klosterhalfen im Podcast „Bestzeit“.

Ihr Erfolg war durch die zahlreichen Rückschläge, die „Koko“ zuvor erlebt hatte, noch besonderer geworden. „Das war wirklich crazy und auch sehr emotional. Ich wusste zu keinem Zeitpunkt, wie es um mich steht, was eigentlich los ist“, blickte Klosterhalfen zurück.

Eine Corona-Infektion hatte sie wenige Wochen vor der Leichtathletik-WM 2022 in Eugene aus der Bahn geworfen. Dass sie auch in München zunächst noch nicht im vollen Besitz ihrer Kräfte war, ahnte man beim 10.000-Meter-Rennen. Ein vierter Platz war weniger als sie sich vorher ausgemalt hatte.

Klosterhalfen über Gold-Coup: „Hat mich sehr beflügelt“

Dementsprechend groß waren die Zweifel vor dem 5000-Meter-Wettkampf gewesen. Zwischen den beiden geplanten Rennen lagen nur zwei Tage - alles andere als günstige Voraussetzungen. Sogar ihren Trainer musste sie von einem zweiten EM-Start überzeugen.

Allen Widerständen zum Trotz nahm Klosterhalfen den Kampf an - und siegte. Angesichts der Umstände habe sie der Triumph noch lange Zeit begleitet. „Ich bin mit einem Lächeln über dem Gesicht durch die ganzen Tage gegangen. Das hat mich dann sehr beflügelt in der Vorbereitung“, meinte die Athletin.

Dabei war sie direkt im Anschluss nach München nochmal krank geworden, wie sie verriet. „Das ist dann aber alles von alleine gelaufen“, fuhr Klosterhalfen fort.

Am Freitag schnitt die 5000-Meter-Europameisterin beim Auftakt der Diamond League in einem schwierigen Rennen ordentlich ab.

Klosterhalfen konnte in Doha in 4:05,63 Minuten und rund sieben Sekunden über ihrer persönlichen Bestzeit erwartungsgemäß nicht in den Kampf um die Spitzenplätze eingreifen und belegte Rang neun.