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Wirbelt ein Skandalprofi den Transfermarkt durcheinander?

Wirbelt ein Skandalprofi den Transfermarkt durcheinander?
Wirbelt ein Skandalprofi den Transfermarkt durcheinander?

Nach acht Monaten Sperre: FC Brentfords Star-Stürmer Ivan Toney darf zurück auf den Fußballplatz und am Samstag in der Premier League gegen Nottingham Forest auflaufen. Es könnte allerdings einer der letzten Auftritte des Engländers im Trikot der „Bees“ sein.

Doch was war zunächst geschehen?

Ende 2022 wurde Toney in 262 Fällen, die sich zwischen 2017 und 2021 ereigneten, angeklagt. Zu dieser Zeit spielte der 27-Jährige noch bei unterklassigen Klubs in England. Grund für die Anklage waren Verstöße gegen die Wettregeln des Verbandes FA, die Spielern verbietet, auf Fußballspiele zu wetten. Unabhängig davon, ob der Spieler selbst an der Partie beteiligt ist oder nicht.

Es folgte eine achtmonatige Sperre. Mehr als bitter für den Brentford-Star, der in der abgelaufenen Saison gerade so richtig ins Rollen kam.

Mit 20 Toren aus 33 Spielen schoss der in Northampton geborene Stürmer den sonst so abstiegsbedrohten FC Brentford in das gesicherte Mittelfeld. Damit war er hinter Erling Haaland (36) und Harry Kane (30) der drittbeste Torschütze der Liga. Trotz der Vorwürfe nominierte Englands Nationaltrainer Gareth Southgate den Angreifer und ermöglichte ihm im März letzten Jahres beim 2:0-Sieg gegen die Ukraine das Debüt bei den Three Lions.

Im Mai folgte dann das schwerwiegende Urteil gegen Toney.

Trotz mangelnder Spielpraxis – Toney ist heißbegehrt

Doch obwohl er seit acht Monaten kein einziges Spiel bestritt, scheint die Konkurrenz Toneys herausragenden Leistungen vor der Sperre nicht vergessen zu haben. Die englischen Top-Klubs sollen laut übereinstimmenden englischen Medienberichten großes Interesse signalisiert haben.

Sein Name wird mit Klubs wie dem FC Chelsea, Manchester United, dem FC Arsenal und Tottenham Hotspur in Verbindung gebracht. Ein Wechsel noch im Winter scheint nicht gänzlich ausgeschlossen zu sein.

Da Brentford derzeit auf dem 16. Tabellenplatz stark abstiegsbedroht ist, käme ein Winterwechsel zu einem äußerst ungünstigen Zeitpunkt. Daher sollen die „Bees“ für ihren Star-Stürmer mindestens 100 Millionen Pfund fordern.

Wären die Top-Klubs tatsächlich bereit, diese Summe für einen Spieler auszugeben, der seit acht Monaten nicht mehr im Kader stand?

Toney befeuert Wechselgerüchte

Einen frühzeitigen Wechsel schloss Toney zumindest nicht aus. „Man kann nie vorhersagen, wann der richtige Zeitpunkt ist, woanders hinzugehen“, sagte er bezogen auf die Frage, ob nun der richtige Zeitpunkt für einen Wechsel sei, zu Sky Sports.

Ganz im Gegenteil. Der 27-Jährige machte deutlich, dass er für einen Top-Klub auflaufen möchte. „Aber es ist klar, dass ich für einen Spitzenverein spielen möchte, jeder möchte für einen Spitzenverein spielen und um Titel kämpfen“, ergänzte er.

Ob ein Klub jedoch derzeit bereit ist, diese enorme Summe zu zahlen, ist auch für ihn ungewiss. „Ob dieser Januar der richtige Zeitpunkt für einen Verein ist, einzusteigen und das richtige Geld zu zahlen, wer weiß.“

Den Fans und dem Klub etwas schuldig

Toney soll bezüglich einer Entscheidung über einen Wintertransfer hin- und hergerissen gewesen sein, berichtete SunSport. Allerdings habe er auch das Gefühl, dem Klub und den Fans etwas zurückgeben zu müssen.

Fans des FC Brentford singen auch in seiner Abwesenheit seinen Namen. „Ich bekam Gänsehaut, als ich erfuhr, dass sie immer noch hinter mir stehen, auch wenn ich nicht da bin“, erzählte der einmalige Nationalspieler.

Auch seinem Trainer hat Toney viel zu verdanken. „Frank (Brentford-Coach Thomas Frank, Anm. d. Red.) war die größte Hilfe, die ich mir wünschen konnte“, empfindet der heißbegehrte Stürmer.

Ob die Dankbarkeit für den Klub und seine Fans sowie das hohe Preisschild zum Verbleib von Toney verhelfen, bleibt derweil noch offen. Fakt ist, dass das Transferfenster noch bis zum 1. Februar geöffnet ist. Somit könnte das Kapitel FC Brentford nach einer achtmonatigen Sperre und nur zwei folgenden Spielen für Toney schnell wieder beendet sein.