„Das perfekte Promi Dinner“ – die Warmhalteplatte der „Stars“

Für Karrieren auf Sparflamme hat das Privatfernsehen ganz eigene Formate. Eines davon ist „Das perfekte Promi Dinner“ auf Vox. Ob die Gäste noch „Stars“ sind oder schon abgemeldet, weiß keiner so genau. Nicht mal der Sender. Da kann es nicht schaden, den kleinen Mann auf der Straße zu befragen. „Das ist doch die Tochter von Professor Brinkmann“, freut sich ein älterer Herr in der Fußgängerzone und zeigt auf das Foto von Barbara Wussow. Der nächste Passant kennt das Personal der Schwarzwaldklinik nicht mehr, dafür Christian Häckl: „Das ist der Wetterfuzzi von RTL!“ Mark Keller wiederum hat was mit schnellen Autos und Explosionen zu tun. „Alarm für Cobra 11.“ Genau. Nur Ulla Kock am Brink kann niemand so recht einordnen, aber vielleicht liegt das an Österreich.

Prost Mahlzeit: Christian Häckl, Mark Keller, Barbara Wussow und Ulla Kock am Brink (v.l.n.r.) beim Promi-Dinner (Bild: Vox/Sigi Jantz)
Prost Mahlzeit: Christian Häckl, Mark Keller, Barbara Wussow und Ulla Kock am Brink (v.l.n.r.) beim Promi-Dinner (Bild: Vox/Sigi Jantz)

Apropos Österreich: Diesmal wird in Kitzbühel gekocht. Weil der Winter noch nicht lange vorbei ist und der Ort so gut zum Promi-Thema passt. Wettermann Häckl und Schauspielerin Wussow haben hier gehobene Wochenendhäuser, Ulla Kock am Brink und Mark Keller müssen sich mit geborgten Chalets zufriedengeben. Keller hat die Schlüssel zur Alm der Klitschko-Brüder bekommen, auch nicht schlecht. Auf ihre Tischnachbarn sind alle Promis gespannt. „Mit dem Mark würde ich sofort in die Sauna gehen“, sagt Kock am Brink und demonstriert den roten Notrufknopf („für ältere Damen“) der hauseigenen Schwitzbude.

Zuerst muss sie aber mal kochen – marinierten Linsensalat in Honig und Thymian als Vorspeise, „Brasato rosa“ mit Selleriepüree, Waldpilzen und Baroloschalotten als Hauptgang. Das klingt ein bisschen abgehoben, deshalb hat sie den Nachtisch „Kommsse vonne Schicht, wirsse schnell von dicht“ getauft. Gemeint ist ein Schwarzwaldbecher. Bei Keller kann sie damit leider nicht landen. Der Action-Star mag keine Kirschen: „Ich kann die nicht mal sehen“. Mit Obst hat er's generell nicht so, außer im Kuchen. Und was Champagner zur Begrüßung angeht – nein danke, kein Alkohol.

Er selbst hat einiges vorbereitet. Oder vorbereiten lassen. Zur Unterstützung kommt Kellers Buddy Hugo aus München. Früher hat er in der Disco „P1“ Trüffelpizza gebacken, inzwischen hat der Italiener ein eigenes In-Lokal in der Stadt. Für das Promi-Dinner hat Hugo sich besonders ins Zeug gelegt. „Auberginentimballo an einem Lachstartar in Herzform auf einem Spiegel von Tomatencarpaccio“ soll es geben. Während Hugo schnippelt und kocht, stellt Keller seinen Sohn Aaron vor. Er darf die Teller zum Tisch bringen. Christian Häckl findet die Aufgabenverteilung grenzwertig. „Mark hat fast nichts gemacht.“ Das gibt nur fünf von zehn Punkten. Die anderen sehen es ähnlich.

Barbara Wussow tischt im eigenen Wochenendhaus in Kitzbühel auf. (Bild: Vox/Sigi Jantz)
Barbara Wussow tischt im eigenen Wochenendhaus in Kitzbühel auf. (Bild: Vox/Sigi Jantz)

Dabei kocht Häckl selbst mit der Familie, genauer gesagt mit Tochter Simone. Eigentlich mag sie die Kameras nicht so. Vor ein paar Jahren hat sie ihren Vater in einer RTL-Singshow gesehen. Häckl gab den Ozzy Osbourne. „Karaoke für Verhaltensauffällige“ schrieb die „Süddeutsche“ seinerzeit. „Das war schon hart“, gibt Tochter Simone zu. Aber nun singt ihr Vater ja nicht mehr. Nach den Angebermenüs von Kock am Brink und Hugo kochen die Häckls etwas Bodenständiges: Wiener Schnitzel mit Rösti und kleinem Salat. Die Jury ist hingerissen. Nur Food-Diva Keller ist zurückhaltend: „Nicht mein Ding, aber gut gemacht“.

Bleibt das Dinner von Barbara Wussow. Beim Kochen erzählt die Schauspielerin von ihrer Karriere: „Ich bin froh, dass ich immer mein eigenes Ding gemacht habe.“ Vox blendet zur Sicherheit Details ein: „Barbara Wussow: Tochter von Klausjürgen Wussow“. Auf den Tisch kommt Deftiges aus Österreich: Altwiener Tafelspitz mit Spinat, Erdäpfelschmarrn und Apfelmeerrettich. Dazu gibt es „Frittatensuppe“ (Fleischbrühe mit Eierkuchenstreifen). Die findet sogar Mark Keller „geil“ und zuckt die Wertungskarte mit den zehn Punkten. Die anderen tun es ihm nach. Töchterchen Brinkmann hat das Promi-Dinner gewonnen.

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