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Sturmflutschäden: Häfen bei Bewältigung unterschiedlich weit

Kiel/Damp (dpa) - Bei der schweren Sturmflut in der Ostsee im vergangenen Herbst sind auch viele Jachthäfen und Ausflugsziele für Wassersportler zerstört worden. Zu Beginn der neuen Segelsaison sind noch nicht alle Schäden repariert, wie eine stichprobenartige Umfrage der dpa bei einigen Häfen ergab. In einigen Orten sind es eher kleinere Schäden, die noch behoben werden müssen, anderswo startet die Saison erst einmal gar nicht. Finanzielle Hilfen vom Land sind bisher noch nicht geflossen.

Gute Nachrichten gibt es aus dem Olympiahafen Kiel-Schilksee, der auch Standort der Kieler Woche ist. Hier kann die Saison den Angaben zufolge planmäßig am 15. März beginnen. Alle Liegeplätze stehen demnach zur Verfügung, es gibt lediglich kleinere Einschränkungen bei Wasser und Strom - vor allem im südlichen Hafenteil. Auch die im-jaich-Jachthäfen nehmen ohne Einschränkungen ihren Betrieb zum Start der Segelsaison auf. Im-jaich-Häfen befinden sich unter anderem in Arnis an der Schlei, Langballigau und Flensburg.

Segler, die den Damper Hafen ansteuern wollen, sollten sich in diesem Frühjahr und Sommer unterdessen eher nach einer Alternative umsehen. Hier sind die Schäden auch Anfang März noch deutlich sichtbar. Zunächst hatte es geheißen, der Hafen bleibt das ganze Jahr komplett gesperrt. Die Gemeinde möchte aber versuchen, zumindest einige Stege im Laufe der Saison freizugeben.

Auf der bei vielen Wassersportlern und Tagesausflüglern beliebten Lotseninsel in der Schleimündung wird dieser Tage noch eifrig aufgeräumt und repariert. Bis zum 1. Mai ist der Hafen offiziell gesperrt. Es wird gehofft, danach einen einigermaßen normalen Hafenbetrieb wieder zu gewährleisten. Der Schleikiosk soll öffnen, die beliebte Giftbude, ein Restaurant, wird 2024 nicht betrieben.