Werbung

Nach Super-GAU beim Wiegen: Christine Theiss leidet mit "The Biggest Loser"-Kandidat

Coach Christine Theiss mochte bei "The Biggest Loser" (SAT.1) kaum glauben, was sie beim Wiegen erlebte. (Bild: SAT.1)
Coach Christine Theiss mochte bei "The Biggest Loser" (SAT.1) kaum glauben, was sie beim Wiegen erlebte. (Bild: SAT.1)

"Ich will nach Hause!": Das sagte bei "The Biggest Loser" (SAT.1) ein verzweifelter Kandidat - aber der Seufzer hätte auch von Christine Theiss kommen können. Die Trainerin erlebte auf der Waage den Super-GAU.

Was ist das absolutes Horrorszenario im Abspeck-Camp von "The Biggest Loser", bei dem Kandidaten und Trainer gleichermaßen entsetzt reagieren? Genau - wenn jemand nicht verliert, sondern gewinnt. Gewicht nämlich. In der vierten Folge trat das, was nicht sein soll, wieder ein. "Ich dachte, ich bin im falschen Film", reagierte der Betroffene geschockt und Christine Theiss ("Was ist denn hier los?") konnte nur noch fassungslos die Hände vors Gesicht schlagen. Sie, die in alle den Jahren ja "nur" die etwas distanziertere Camp-Chefin gab, spürte das ultimative Grauen erstmals an eigenem Trainerleibe. Und es tat weh.

Aber nicht nur die Coaches litten, sondern auch die Kandidaten. Die Campbelegschaft wurde nämlich zunächst außerplanmäßig personell zur Ader gelassen und dann auch noch mit der fiesest möglichen Überraschung geschockt: der spontanen, unangekündigten Wiege-Einheit. Da kamen die "Mutmacherboxen" mit Nachrichten von daheim und eine "Bad Taste"-Party zur Aufmunterung gerade recht.

Aderlass im Camp: Marc musste nach Hause, dann ging Kollege Torben mit Verdacht auf Hexenschuss in die Knie.  (Bild: SAT.1)
Aderlass im Camp: Marc musste nach Hause, dann ging Kollege Torben mit Verdacht auf Hexenschuss in die Knie. (Bild: SAT.1)

Einer nach Hause, einer krank ins Bett: Die Reihen lichten sich

Es begann schon nicht gut. Marc aus Team Rot musste nach Hause. "Sein Neugeborenes ist erkrankt, da ist das keine Frage. Familie ist das Wichtigste", erklärte Coach Theiss. Bei Team Grün ging ausgerechnet der heimliche Mannschaftskapitän Torben beim Strandwettstreit zu Boden und verbrachte den Rest der Woche mit Verdacht auf Hexenschuss statt im Gym in seinem Zimmer - immerhin im Luxus-Camp, das sich die Grünen erkämpft hatten.

Nachdem bei der Party mit Verkleidung und Laufsteg-Wettbewerb viel gelacht und bei den Roten angesichts von rührenden und motivierenden Briefen und Teddybär-Geschenken von den Lieben daheim viel geweint worden war, hätten dann nach einer intensiven Sporteinheit am liebsten alle geheult. Die Coaches verkündeten: "Wir gehen sofort auf die Waage. Jetzt." Und einen ganzen Tag früher als normalerweise. Allein der Angstschweiß, der den Kandidaten ausbrach, muss für minus drei Kilo gut gewesen sein.

Wenn Schwergewichte zittern und Trainer bangen - dann ist bei "The Biggest Loser" Zeit für die Wahrheit auf der Waage. (Bild: SAT.1)
Wenn Schwergewichte zittern und Trainer bangen - dann ist bei "The Biggest Loser" Zeit für die Wahrheit auf der Waage. (Bild: SAT.1)

Betty bärenstark: Zum dritten Mal Beste auf der Waage

"Unangekündigte Waage" - für die Kandidaten purer Schock, für die Coaches Gradmesser, "wer hier stetig am Ball bleibt", wie Christine Theiss erklärte. Denn darauf kommt es schließlich in der Zeit nach dem Camp besonders an. Aber es blieb nicht bei einer Überraschung, denn es gab neue Regeln: Wer in den Teams am wenigstens Gewicht verlor, wurde zum Wackelkandidaten ernannt. In der Challenge mussten dann beide Teams darum kämpfen, ihren Wackelkandidaten im Camp zu halten. Passend zum Wochenmotto "Alles für das Team" hieß es dann: "Wer rettet seinen Teamgefährten?"

Natürlich waren die Ergebnisse nicht so hoch wie sonst, schließlich fehlte ein ganzer Trainingstag. Davon ließ sich Betty (Team Grün) aber nicht stoppen. Sie nahm erneut zwei Kilogramm ab und wurde zum dritten Mal beste Abspeckerin. Fabienne (Team Rot), die wegen einer Knieblessur nicht alles hatte mitmachen können, erreichte nur ein Minus von 500 Gramm und guckte bedröppelt aus der Wäsche. Das war aber noch gar nichts ...

Coach Ramin Abtin ist stolz wie Bolle. Seine Betty war mal wieder die beste Abnehmfrau. (Bild: SAT.1)
Coach Ramin Abtin ist stolz wie Bolle. Seine Betty war mal wieder die beste Abnehmfrau. (Bild: SAT.1)

Verzweiflung pur: Thorsten gibt alles, nimmt aber nicht ab

Bei den Männern erzielte Comebacker Giulio mit minus 2,3 Kilo das beste Ergebnis. Lukas (Team Grün) folgte mit 2,1 Kilo, bekam von seinem Coach Ramin Abtin aber trotzdem einen Einlauf: "Du hast so viel Potenzial, aber du stehst dir grade selbst im Weg. Wenn du anfängst, Gas zu geben, statt spazieren zu gehen, steht da jedes Mal eine 4."

Torsten indes wäre mit zwei Kilo weniger mal ganz zufrieden. Er ging nach einer Top-Trainingswoche mit hohen Erwartungen auf die Waage ("Ich hatte noch nie zuvor so ein gutes Gefühl") - und kehrte als gebrochenes Häufchen elend zurück: minus 300 Gramm. Für den Sympathikus, "das Herz des Camps", brach eine Welt zusammen. "Kann ich bitte nach Hause gehen", schluchzte er im Arm von Trainer Abtin und den ebenfalls weinenden Mitstreitern. "Ich schäme mich in Grund und Boden." Aber sein Coach machte ihm Mut: "Denk dran, das ist kein Sprint, das ist ein Marathon. Wir lassen dich nicht fallen." Klar war aber auch: Thorsten war der Wackelkandidat der Grünen.

Wie vom Donner gerührt: Vico hatte während der Trainingswoche 200 Gramm zugenommen - der Super-GAU für alle Abspecker. (Bild: SAT.1)
Wie vom Donner gerührt: Vico hatte während der Trainingswoche 200 Gramm zugenommen - der Super-GAU für alle Abspecker. (Bild: SAT.1)

Entsetzen überall: Vico hat 200 Gramm zugenommen!

Beim Team Rot wurde Fabienne die "rote Laterne" noch weggeschnappt. Denn als Vico auf der Waage stand, leuchte auf dem Display "0,2". Aber das Minus fehlte. "Was? Der hat zugenommen?" Nicht nur Ramin Abtin checkte die empfundene Katastrophe erst gar nicht. Theiss schlug die Hände vors Gesicht, Vico fühlte sich im falschen Film. "Ich dachte erst, da muss doch einer was gedreht haben." Aber es war die bittere Wahrheit - und vielleicht Folge der Tatsache, dass Vico unter der Woche extrem an Heimweh gelitten hatte und "nicht so den Fokus hatte".

Das Team-Ergebnis und die Tatsache, dass Team Grün insgesamt um 0,05 Prozent mehr abspeckte und sich somit das Verweilen im Luxus-Camp sicherte, ging unter - alle dachten schon an die "Retter-Challenge". Maja: "Ich werde wie ein Tier um diesen Menschen kämpfen: Thorsten muss einfach hierbleiben." Die Roten hatten da eher Zweifel: Würde ihr Vico, wenn sie sich für ihn den Hintern aufrissen, es nächste Woche dann auch mit vollem Einsatz zurückzahlen?

Alles fürs Team! Die Teams mussten in der Challenge kämpfen, um ihre Waage-Wackelkandidaten im Team zu halten. (Bild: SAT.1)
Alles fürs Team! Die Teams mussten in der Challenge kämpfen, um ihre Waage-Wackelkandidaten im Team zu halten. (Bild: SAT.1)

Thorsten weint erleichtert, Vico muss nach Hause

Vielleicht gaben diese Zweifel am Ende den Ausschlag. Bei der Challenge "Carry your teammate" auf der Kartbahn von Naxos mussten die Teammitglieder ihre in einem radlosen Karren sitzenden und zur Tatenlosigkeit verdammten Wackelkandidaten über den Kurs tragen. Team Rot führte zunächst, wurde dann aber von Grün überholt und letztlich um gut 15 Meter distanziert. Grün bedeutete nicht nur die Hoffnung, sondern auch den Sieg.

Thorsten brach bei Überqueren des Zielstrichs erleichtert und gerührt in Tränen aus ("Schon toll, wenn die anderen so um einen kämpfen"), Vico musste sich verabschieden. "Ich nehm viel mit, wie ich Sport und Ernährung in mein neues Leben kriege." Das ist ja auch die Hauptsache.

Gerettet: Torsten ist fassungslos vor Glück, dass sein Team für ihn den Sieg holte. Konkurrent Vico musste nach Hause. (Bild: SAT.1)
Gerettet: Torsten ist fassungslos vor Glück, dass sein Team für ihn den Sieg holte. Konkurrent Vico musste nach Hause. (Bild: SAT.1)