Dieser Superstar verzaubert eine ganze Sportart

Dieser Superstar verzaubert eine ganze Sportart
Dieser Superstar verzaubert eine ganze Sportart

Seit jeher begeistern Sport-Geschichten in den Kinos dieser Welt - ob Fußball, Motorsport, Boxen, Basketball oder eben Tennis. Ringen die Charaktere um große Siege, sind große Gefühle zwangsläufig nicht weit entfernt. Ähnliches gilt auch für den Film „Challengers“, der nicht nur von einem wichtigen Tennis-Match handelt, sondern auch von einer komplizierten Dreiecksbeziehung.

Schauspiel-Star Zendaya verkörpert dabei das ehemalige Tennis-Wunderkind Tashi Duncan. Wegen einer Verletzung musste sie ihre verheißungsvolle Karriere aufgeben und ist inzwischen als Trainerin ihres erfolgreichen Ehemannes, dem Tennis-Profi Art, tätig.

Der steckt wiederum in einem sportlichen Tief, sodass Tashi ihn überzeugt, an einem unterklassigen Turnier teilzunehmen, um wieder in Schwung zu kommen. Dort trifft er im Finale ausgerechnet auf seinen früheren besten Freund Patrick Zweig.

Was während des gesamten Films aber immer wieder auffällt und in der Tennis-Welt für Entzücken sorgt: Zendaya ist besonders glaubwürdig mit dem Schläger in der Hand. Das liegt, wie sie der Zeitung L‘Équipe verriet, gar nicht an einer natürlichen Begabung für Tennis, sondern ist vielmehr das Ergebnis von harter Arbeit.

„Ich wusste vor den Dreharbeiten nicht, wie man Tennis spielt und seitdem weiß ich es immer noch nicht“, gab die 27-Jährige offen zu, erntete aber von den Stars der Szene trotzdem viel Lob. „Sie sagte, dass ich großartig war, wenn man bedenkt, dass ich noch nie zuvor einen Tennisball angefasst habe“, berichtete sie bei Entertainment Tonight über ein Lob von Serena Williams.

Doch nicht nur Williams outete sich als Fan, sondern auch Iga Swiatek. „Sie kann mit mir jederzeit trainieren, wenn sie möchte“, sagte die polnische Weltranglistenerste nach einer Begegnung mit der Schauspielerin. „Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht, und sie ist ein wirklich großartiger Mensch.“

Zendaya: „Es war ziemlich beängstigend“

Zweig war anfangs auf dem gleichen Stand wie Zendaya. Einzig Mike Faist, der den Tennis-Profi Art spielt, hatte vorher zumindest schon vereinzelte Erfahrungen mit dieser Sportart gemacht.

„Ich habe in der Highschool gespielt, aber schrecklich schlecht, gerade mal ein Semester lang. Und das nur, weil ich es nicht geschafft hatte, in die Theatergruppe der Schule aufgenommen zu werden“, meinte er.

„Für ein Trio aus Anfängern war es der vielen Tennisszenen, die das Drehbuch vorsah, eine komplizierte Aufgabe. Vor allem für Patrick und mich war es ziemlich beängstigend“, sagte Zendaya hinterher. „Eine superstarke Tennisspielerin zu spielen, die zu den besten der Welt gehört - wow! Ich wollte einfach nur wissen, wie es sich anfühlt, einen Aufschlag zu schlagen.“

Um dieser Aufgabe gewachsen zu sein, holte sich das Trio dann von niemand geringerem als Brad Gilbert tatkräftige Unterstützung. Der 62-Jährige machte einst Andre Agassi zur Nummer eins der Welt und arbeitete danach mit Andy Roddick sowie Andy Murray zusammen.

„Er war sehr geduldig mit uns“, sagte Faist über Gilbert, der es in der Vergangenheit immer wieder geschafft hat, Athleten binnen weniger Monate zu Grand-Slam-Champions zu machen.

Ex-Agassi-Coach bringt Zendaya Tennis bei

Und Gilberts Hilfe war auch dringend nötig. Denn Zendayas größtes Problem war nicht nur, dass sie nie zuvor in ihrem Leben Tennis gespielt hatte. Die US-amerikanische Schauspielerin leidet zudem unter einer Sehschwäche und kann die Bälle gar nicht richtig erkennen. Sie offenbarte, dass sie eigentlich eine Brille trägt und sich bereits hat operieren lassen, trotzdem aber nicht viel außer einer Art gelber Unschärfe sah.

Gilbert gab Zendaya außerdem den Tipp, College-Spiele zu verfolgen, da sie so besser in die Bewegungsabläufe komme. „Das hat mir sehr geholfen“, freute sich der Star. Es sei eine Sache, sich Videos auf YouTube anzusehen, es „ist aber eine ganz andere, sich Spiele in echt anzusehen“.

Auch die Atmosphäre unterscheide sich bei solchen Turnieren im Vergleich zu der in Wimbledon deutlich. „Es gibt auch Intensität in der Stille von Wimbledon“, sagte sie.

In Wimbledon feuerte sie 2018 Serena Williams an, die im Finale gegen Angelique Kerber (3:6, 3:6) verlor.

Keine Tennis-Turniere mehr ohne Zendaya

Doch was damals noch eine Ausnahme war, ist mittlerweile die Regel. Kaum ein prestigeträchtiges Tennis-Turnier geht noch ohne die Anwesenheit von Zendaya über die Bühne. Dabei besonders auffällig: Ihre Designer-Outfits, die weiße Tennissocken und Faltenröcke um einiges übersteigen.

Zendaya und ihr Styling-Team haben offenbar ein gutes Händchen für Outfits. Dieser Aspekt in Kombination mit der Tatsache, dass sie gerade bei fast jedem Turnier zugegen ist, lässt den Schluss zu, dass sie in der Tennis-Rolle aufgeht.

Dort kann Zendaya nun einmal von ihrer neuen Leidenschaft erzählen - und wie sie Tennis trainiert hat, ohne überhaupt richtig sehen zu können.