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Tannenzapfen-Trick: So leben Pflanzen länger

Überwässert oder ausgetrocknet: Durch falsches Gießen ist schon so manches Gewächs eingegangen. Ein Lifehack aus Japan soll das künftig verhindern.

Pflanzen gießen leicht gemacht mit dem Tannenzapfen-Trick. (Bild: Pereslavtseva Katerina/Shutterstock.com)
Pflanzen gießen leicht gemacht mit dem Tannenzapfen-Trick. (Bild: Pereslavtseva Katerina/Shutterstock.com)

Wer kennt es nicht? Kaum gekauft, hängen die Blätter des Gewächses schlapp herunter oder verfärben sich bräunlich. Grund dafür ist meist zu viel oder zu wenig Wasser im Topf. Eigens für Pflanzen entwickelte Feuchtigkeitsmessgeräte sollen die Dosierung erleichtern - so zumindest die Theorie. Im Praxistest überzeugen aber weder Funktion noch Nachhaltigkeit der batteriebetriebenen Helfer aus Plastik. Die Japaner sind deshalb auf eine umweltfreundliche Alternative umgestiegen: die Tannenzapfen-Methode.

Wie sie funktioniert, erklärt Content Creator Hiro auf seinem TikTok-Kanal. Alles, was er dafür braucht, ist ein Tannenzapfen, idealerweise von einer Fichte oder Kiefer. Dieser wird rund zwei Zentimeter tief in die Pflanzenerde gesteckt und mit Wasser begossen. Ist die Umgebung feucht genug, schließen sich die Schuppen des Zapfens. Indem er sich wieder öffnet, zeigt der Tannenzapfen an, dass es Zeit zum Gießen ist.

Mit der Schließtechnik schützt der Zapfen die Samen in seinem Inneren, schreibt der "WWF". Das einseitig geflügelte Saatgut verbreitet sich im Propellerflug durch den Wind. Am besten gelingt das bei trockenen Verhältnissen. Regen ist bei der Ausbreitung hinderlich. Um keine Samen zu verschwenden, gibt der Tannenzapfen sie deshalb nur bei guten Witterungsbedingungen ab.

SOS-Hilfe bei kranken Pflanzen

Schwächeln Pflanzen bereits, lassen sie sich mit der richtigen Pflege möglicherweise wieder aufpäppeln. Bei Trockenheit wirkt ein Tauchbad wahre Wunder. Das Gewächs dafür in einen Eimer mit Wasser stellen und erst herausnehmen, wenn keine Luftblasen mehr aufsteigen. Anschließend abtropfen lassen. Ein Topf mit Abflussloch hilft dabei. Die vertrockneten Keime abschneiden und die Pflanze zurück an ihren Platz stellen. In den folgenden Tagen regelmäßig gießen.

Verfärben sich die Blätter nicht braun, sondern gelb und fühlen sich weich an, hat die Pflanze zu viel Feuchtigkeit abbekommen. In dem Fall gilt es, das überschüssige Wasser abzugießen, die Pflanze aus dem Topf zu nehmen, abtropfen zu lassen und von den verfaulten Blättern zu befreien.

Der Erfolg der Rettungsaktion hängt davon ab, wie stark die Wurzeln geschädigt sind. Sind sie in Mitleidenschaft gezogen, lohnt es sich, die Pflanze aus dem Topf zu nehmen, die Erde abzuschütteln und die kranken Wurzeln abzuschneiden. Das Gewächs anschließend in frische Erde und einen neuen Topf geben.

Video: Welche Pflanzen nicht auf der Fensterbank stehen sollten