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Der FC Bayern trauert um seinen früheren Rekordtransfer

Der FC Bayern trauert um seinen früheren Rekordtransfer
Der FC Bayern trauert um seinen früheren Rekordtransfer

Weniger als zwei Wochen nach dem Tod von Franz Beckenbauer trauert der FC Bayern München um einen weiteren Profi aus der Erfolgs-Ära der Siebziger: Klaus „Cäsar“ Wunder ist tot. Wunder verstarb im Alter von 73 Jahren, wie die Münchner am Freitag mitteilten.

Wunder spielte eine Saison lang für den deutschen Fußball-Rekordmeister und gewann mit ihm 1975 in Paris den Europapokal der Landesmeister, den Vorläufer der heutigen Champions League. Im Finale gegen Leeds United (2:0 durch Tore von Franz „Bulle“ Roth und Gerd Müller) wurde er von Trainer Dettmar Cramer für Uli Hoeneß eingewechselt.

Der pfeilschnelle Angreifer stammte ursprünglich aus der früheren DDR, er wurde am 13. September 1950 in Erfurt geboren, seine Familie flüchtete in den Westen, als er vier Jahre alt war. Er begann das Fußballspielen im Raum Hannover, nach einem Zwischenspiel beim MSV Duisburg wechselte er zur Saison 1974/75 zu den Bayern und war damals Bayerns Rekord-Transfer.

Die Angaben über die Ablösesumme, die Manager Robert Schwan seinerzeit überwies, schwanken zwischen 400.000 und 700.000 D-Mark. Es war dasselbe Jahr, in dem Bayern mit dem Verkauf von Paul Breitner zu Real Madrid seine erste Millionen-Ablöse erzielt hatte.

Klaus Wunder war Teil eines legendären Bayern-Teams

Zu seiner Zeit in München stand Wunder unter anderem auch auf dem Platz mit Torwart-Ikone Sepp Maier, Hans-Georg „Katsche“ Schwarzenbeck, dem jungen Karl-Heinz Rummenigge - und Beckenbauer, der die Bayern am Freitag in einer großen Trauerfeier gedenken.

Nachdem Wunder in München letztlich nicht glücklich geworden war (7 Tore in 43 Bundesliga-Spielen), zog er im Dezember 1975 zu Hannover 96 weiter. Außerdem war er unter anderem auch für Werder Bremen aktiv.

Mit Hoeneß und Hitzfeld in der Olympia-Auswahl 1972

Wunder war auch Teil der westdeutschen Olympia-Auswahl, die 1972 bei den Spielen in München an den Start ging, zu seinen Teamkollegen zählten Hoeneß und die spätere Bayern-Trainerlegende Ottmar Hitzfeld. Das Turnier endete damals mit einem enttäuschenden Zwischenrunden-Aus.

Für die A-Nationalmannschaft bestritt er 1973 ein Länderspiel, schaffte es aber nicht in Helmut Schöns Weltmeister-Team von 1974. Wunder gehörte allerdings zu den Spielern, die sich im Vorfeld der WM bei der Aufnahme des berühmten Songs „Fußball ist unser Leben“ und des gleichnamigen Albums verewigten. Nach seiner Karriere betrieb er ein Tennis- und Squash-Zentrum in Hemmingen bei Hannover.

„Der FC Bayern ist in Trauer vereint mit den Angehörigen von Klaus Wunder“, kommentierte nun Präsident Herbert Hainer: „Er war ein hervorragender Spieler (...) und zudem ein toller Mensch, der immer alles für die Fans gegeben hat - unser Verein wird den ‚Cäsar‘ des Fußballs nie vergessen.“

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)