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Teri Hatcher erobert mit ihrer Tochter die Berlin Fashion Week

Teri Hatcher (l.) und ihre Tochter Emerson Tenney bei der Fashion Week in Berlin. (Bild: Marc Cain)
Teri Hatcher (l.) und ihre Tochter Emerson Tenney bei der Fashion Week in Berlin. (Bild: Marc Cain)

Hohe Promidichte auf der Fashion-Show des deutschen Modeunternehmens Marc Cain bei der Berliner Fashion Week (vom 4. bis zum 8. Februar). Stargast des Events in der Berliner Arena war "Desperate Housewives"-Star Teri Hatcher (59). Die Schauspielerin strahlte mit ihrer 26-jährigen Tochter Emerson Tenney farblich perfekt abgestimmt im eleganten Violett um die Wette.

Die beiden waren für zwei Tage aus Kalifornien angereist. Hatcher, die sowohl in ihrer Rolle in der berühmten Frauen-Serie als auch im echten Leben alleinerziehend lebt, gibt ihre Erfahrungen an Single-Mütter preis: "Pass gut auf dich auf, genieße deine Freundschaften und geh raus, amüsiere dich. Aber habe nicht zu große Erwartungen an die Partnersuche: Finde einen Mann - oder eben nicht!" Sie persönlich sei derzeit auch ohne Partner happy.

Ebenfalls unter den Gästen waren "Supertalent"-Juror Bruce Darnell (66) und die TV-Stars Giovanni (45) und Jana Ina Zarrella (47). Das poetisch anmutendes Motto des Abends: "Blend Boundaries" - zu deutsch "sich mischende Grenzen", inspirierte die internationalen und deutschen Stars teils zu tiefgründigen Gedanken.

"Desperate Housewives"-Star Teri Hatcher: Eigene Grenzen regelmäßig hinterfragen

Teri Hatcher erzählt offen über eine Inspiration während der Show: "Ich habe diese glamouröse Kreation gesehen, mich zu meiner Tochter gebeugt und gefragt: ,Warum habe ich mich eigentlich nie getraut, so etwas zu tragen?'" Die Emmy-Gewinnerin, die vor ihrer Schauspielkarriere Mathematik studiert hat, macht deutlich: "Wir sollten uns die Erwartungen, die andere von uns haben, immer wieder vor Augen führen und sie auch hinterfragen: ,Ist es das, was ich will?'" Sie fände es wichtig und erfrischend, wenn wir öfter "in uns hineinhorchen, der Neugier vertrauen und zulassen, mal ganz unkonventionell etwas Neues auszuprobieren. Es sei wichtig, die "eigenen Grenzen immer mal wieder zu überschreiten."

Ihre 26-jährige Tochter Emerson Tenney betont beim Thema Grenzen einen anderen Aspekt: "Grenzen zu setzen ist für uns Frauen wichtig. Wir werden leider immer noch oft dazu erzogen, mehr die Bedürfnisse anderer zu erfüllen, als unsere eigenen zu sehen. Das kann auch eine Gefahr darstellen." Im Gegensatz zu den meisten Männern müssten Frauen sich darüber mehr bewusst sein und Strategien entwickeln. Ihre Mutter war als Kind von einem Onkel sexuell missbraucht worden, und hatte dies 2006 öffentlich gemacht.

Frauke Ludowig verrät ihre Familienwerte

Auch TV-Moderatorin Frauke Ludowig (60) und ihre älteste Tochter Nele Ludowig Roeffen (20) bekommen ernste Gesichter beim Thema Grenzen. "Ich habe zwei Töchter, da war es selbstverständlich, ihnen in Bezug auf mögliche sexueller Übergriffe mit auf den Weg zu geben, ein klares ,Nein!' zu setzen", erklärt die Moderatorin. Mutter und Tochter sind sich einig, dass ein stabiles Wertesystem hilft, um sich abzugrenzen. "Ich hatte das Glück, viel von meinen Eltern mitzubekommen und habe es auch an meine Kinder weitergegeben", so Ludowig. Nele nickt: "Grenzen auszutesten waren deswegen bei meiner Schwester und mir gar nicht nötig". Ludowig zählt die Familientugenden auf: "Ehrlichkeit, Geradlinigkeit, Disziplin und eine Steh-auf-Mentalität: Hinfallen und weitermachen - danach leben wir."

Das TV-Tausendsassa-Paar Giovanni und Jana Ina Zarrella beleuchtet das Motto von der politischen Seite. Beide haben doppelte Staatsbürgerschaften, neben der deutschen auch die italienische beziehungsweise brasilianische. Weltoffenheit sei eine Erziehungsmaxime für ihre elfjährige Tochter und den 15-jährigen Sohn, so Jana Ina: "Es geht nicht um Hautfarbe, es geht nicht um Herkunft, sondern wie man sich als Mensch verhält." Ihr Mann Giovanni ergänzt: "Wir sind alle Kinder Gottes, es ist eine Welt und wir alle brauchen ein friedliches Miteinander." Das hinzubekommen, sei ein Auftrag und eine Aufgabe für jeden Menschen.

Entertainer Bruce Darnell: Von Grenzen frei machen - aber Respekt nicht verlieren

Marcel Remus, Frauke Ludowig, Nele Ludowig Roeffen und Bruce Darnell (v.l.n.r.) (Bild: Marc Cain)
Marcel Remus, Frauke Ludowig, Nele Ludowig Roeffen und Bruce Darnell (v.l.n.r.) (Bild: Marc Cain)


Entertainer Bruce Darnell zeigt sich wie immer gut gelaunt und tänzelte am Ende der Show klatschend über den Laufsteg. Auch für ihn seien Grenzen negativ besetzt, betont Darnell: "Wir brauchen keine Grenzen. Wir sollten uns alle davon frei machen", so der TV-Star. Stattdessen käme es viel mehr darauf an, "sich jeden Tag neu zu erfinden. Kreativ zu sein, flexibel zu sein, fleißig zu sein und dabei den Respekt für die anderen niemals zu verlieren."

TV-Mallorca-Makler Marcel Remus (37) findet Grenzen vor allem schädlich fürs Geschäft: "Du musst von dir selbst überzeugt sein, Vollgas geben, machen, wovon du überzeugt bist und dich nicht ausbremsen lassen." Die Gefahr, dass er dabei eventuell die Grenzen anderer überschreitet, sieht Remus nicht: "Das sieht man dann ja! Dann muss man zurückrudern." Seiner Erfahrung nach machten die Leute sich dann schon bemerkbar.

Topmodel Céline Bethmann (25) zieht ihre Grenzen im Privaten weitaus strenger als im Beruf, wo sie sich gerne auf Neues einlasse: "Ein Angebot zur Tanzshow wie 'Let's dance', obwohl ich nicht tanzen kann - wieso nicht? Nacktfotos? Käme für mich auf die Brand, den Fotografen, den Stil an ...", so die ehemalige "GNTM"-Gewinnerin. Privat musste sie dagegen erst lernen, Limits zu setzen. Inzwischen sei sie diesbezüglich weniger "tolerant" und findet es wichtig, klar und deutlich Grenzen zu setzen.

Das niederländische Topmodel und Influencerin Romee Strijd (28), Mutter zweier Kinder, will vor allem eine Grenze bei ihrer Familie setzen. Während sie mit ihrem Ehemann ein erfolgreiches Influencer-Paar ist, hält sie ihre Kinder strikt vom Business fern: "Meine Familie möchte ich vor der Öffentlichkeit schützen."