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The Social Pulse: Chefin feuert Angestellte – und sitzt jetzt in der Patsche

Eine Unternehmerin feuerte ihre Angestellte, die wegen ihres kranken Babys im Home-Office arbeiten wollte. Dann entschuldigte sie sich, dann noch einmal, aber den Schaden kriegt sie einfach nicht aus der Welt.

Der Schaden ist angerichtet. In den USA feuerte eine Unternehmerin ihre Angestellte, jetzt ist sie um Wiedergutmachung bemüht. (Symbolbild: Getty Images)
Der Schaden ist angerichtet. In den USA feuerte eine Unternehmerin ihre Angestellte, jetzt ist sie um Wiedergutmachung bemüht. (Symbolbild: Getty Images)

Zwei Mal für Empörung sorgte in den USA die Chefin des Kinderartikel-Händlers Kyte Baby. Das erste Mal, weil sie eine Mitarbeiterin entlassen hatte, die wegen ihres kranken Babys im Home-Office arbeiten wollte. Das zweite Mal, weil ihre Entschuldigung von den Nutzern als unaufrichtig empfunden wurde.

Darum sah sich Ying Liu offenbar veranlasst, sich ein weiteres Mal bei ihrer ehemaligen Angestellten Marissa Hughes zu entschuldigen. In einem TikTok-Video gab sie zu, dass ihre "erste offizielle Entschuldigung" einstudiert und "vom Blatt abgelesen war". Nun wolle sie "ohne Drehbuch" und "aufrichtig" um Verzeihung bitten.

"Ich war gefühllos und egoistisch"

Es sei allein ihre Entscheidung gewesen, Hughes nicht zu erlauben, von zu Hause aus zu arbeiten. Das sei "gefühllos" und "egoistisch" gewesen, so Liu. "Ich möchte mich wirklich bei ihr und der Community entschuldigen, und ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um zu sagen, dass es mir leid tut."

Lui hatte Hughes verweigert, länger als zwei Wochen im Home-Office zu arbeiten. Die Frau und ihr Ehemann haben im Dezember ein Baby adoptiert. Der Junge kam mit 22 Wochen zu früh zur Welt und muss voraussichtlich bis März im Krankenhaus in El Paso, Texas bleiben, neun Autostunden vom Wohnort seiner Adoptiveltern in Dallas entfernt.

Um ihrem Kind nahe zu sein, wollte Marissa Hughes ihrer Arbeit vom Krankenhaus aus nachgehen. Doch ihre Chefin stellte ihr, wie es heißt, ein Ultimatum: Wenn sie nach den bewilligten zwei Wochen Home-Office nicht wieder zur Arbeit zurückkehrt, wird sie entlassen. Offenbar hielt die Unternehmerin Wort, und Hughes ist ihre Stelle los.

Erste Entschuldigung ging nach hinten los

Lius Entscheidung sorgte im Netz für Entrüstung – mit dem Ergebnis, dass sie sich in einem TikTok-Video bei Hughes entschuldigte. Die Wogen glättete sie damit aber nicht. Die Nutzer wollten ihr die "aufrichtige" Entschuldigung nicht abnehmen und warfen ihr Heuchelei vor.

Und jetzt, nach der zweiten Entschuldigung? Alles wieder im Lot? Nicht wirklich. Noch immer sind viele Nutzer schlecht auf Liu zu sprechen. "Zu spät", schreibt eine Nutzerin. Eine andere meint: "Der Schaden ist angerichtet."

Schwerer Stand auch nach der zweiten Entschuldigung

In einem dritten Kommentar heißt es: "Man kann die Panik in ihrer Stimme hören". Eine Nutzerin ist der Ansicht: "Die Panik ist echt, weil sie weiß, dass sie erledigt ist". "RIP KYTEBABY", lautet ein weiterer Beitrag. Ruhe in Frieden.

Manche Nutzer wollen nach dieser Geschichte nichts mehr mit Lius Unternehmen zu tun haben. "Ich wollte gerade etwas bei Kyte Baby für mein zwei Monate altes [Baby] kaufen", schreibt eine Nutzerin, "aber das lass ich jetzt sein."

Andere zeigen sich dagegen versöhnt. "Zweite Chancen sind immer willkommen", schreibt jemand. Im Leben gehe es darum, aus Fehlern zu lernen. Ein Nutzer findet: "Man sieht, dass sie es ernst meint und es wiedergutmachen will."