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The Social Pulse: Fake-KI-Fotos von Taylor Swift sorgen für Ärger

Worüber im Netz diskutiert wird und warum

Plötzlich im Porno? Von Superstar Taylor Swift kursieren derzeit KI-generierte Pornobilder auf der Plattform X. Eine Gesetzeslücke in den USA sowie die Tatenlosigkeit von X-Betreiber Elon Musk sorgen dabei zusätzlich für Empörung.

Kein Fake: Beim Gang über den roten Teppich der diesjährigen Golden Globe Awards war an Taylor Swift alles echt – lediglich mit einem professionellen Styling wurde die Sängerin ins rechte Licht gerückt. (Bild: Getty Images)
Kein Fake: Beim Gang über den roten Teppich der diesjährigen Golden Globe Awards war an Taylor Swift alles echt – lediglich mit einem professionellen Styling wurde die Sängerin ins rechte Licht gerückt. (Bild: Getty Images)

Dass durch Künstliche Intelligenz (KI) generierte Bilder und Deepfakes ein massives Problem darstellen, wird immer wieder von Digital-Expert*innen angeprangert: Denn KI-generierte Bilder, Videos oder Stimmen sind nicht oder kaum mehr von echten Aufnahmen zu unterscheiden.

Wie unter anderem NBC News berichtet, seien die gefaketen Bilder, die Taylor Swift nackt und in sexuellem Kontext zeigen, auf X massenhaft geteilt, kommentiert und geliked worden. Einige KI-Fotos wurden über 45 Millionen Mal geklickt. In Umlauf gebracht wurden die Bilder möglicherweise von einem verifizierten X-Profil. Ein Wasserzeichen deutet zudem darauf hin, dass die Fotos von "AI Deepfake" stammen, einer Webseite, die sich auf das Generieren gefälschter Nacktbilder von Prominenten spezialisiert hat.

Was muss man zu Deepfakes wissen? Infos dazu gibt's im Video:

Rund 17 Stunden war der Post mit den KI-Fälschungen auf X zu sehen, ehe er gelöscht und der Account gesperrt wurde, weil er gegen die Nutzungsrichtlinien der Plattform verstoßen hatte. Ein erster Schritt von X, wenngleich er in den Augen vieler aufgebrachter Fans viel zu spät kam, denn die geschmacklosen Fotos werden weiterhin von zahlreichen anderen Nutzer*innen verbreitet. Auch neue, KI-generierte Fakes wurden erstellt und in Umlauf gebracht. Einige Bilder zeigen Swift unbekleidet in einem Football-Stadion – wohl eine Anspielung auf ihre Beziehung zu NFL-Star Travis Kelce.

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Entsetzte Taylor-Swift-Fans starten Gegeninitiative

Was Taylor Swift zu den Bildern sagt, ist nicht bekannt, eine Anfrage zu einer Stellungnahme wurde laut NBC News von ihrem Management abgelehnt. Aber die Sängerin kann sich auf ihre "Swifties", also ihre Fanbase, verlassen: Die Community der Sängerin zeigte sich schockiert, startete einen "Gegenangriff" – und postete unter dem Schlagwort "Protect Taylor Swift" hunderte echte Bilder und Videos von Auftritten der Sängerin und meldete die Fake-Inhalte. Doch mit der Flut an Bildern und Posts scheint X überfordert zu sein.

"'Aber sie ist reich, also spielt es keine Rolle.' Man generiert per KI ein Nacktfoto von ihr und belästigt sie sexuell. Das ist nicht in Ordnung, egal wie reich jemand ist, es ist verdammt ekelhaft und sollte illegal sein", fordert ein Fan auf X.

Kein gesetzliches Verbot von KI-generierten Nacktbildern

Der Vorwurf an Elon Musk, nicht schnell genug auf KI-Fakes zu reagieren, ist das eine Problem – schließlich ist dies nicht der erste Vorfall dieser Art, sondern leider einer von vielen; prominente Frauen werden immer öfter Opfer dieser Form der digitalen Demütigung.

Fakt ist: Künstliche Intelligenz wird frauenfeindlich eingesetzt, doch in den USA gibt es (noch) kein Gesetz, dass die Erzeugung von KI-generierten Nacktbildern verbietet.

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