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The Social Pulse: Flaschenpost-Brief gerät nach 30 Jahren endlich an "lieben Finder"

Zwei Schüler schrieben einst Flaschenpost-Brief. Nach mehr als 30 Jahren wird erst die Flasche gefunden, dann einer der zwei Autoren. Am Ende schwärmten alle von einem Lehrer.

Bei einer Flaschenpost kann es Jahre dauern, bis der Brief seinen Adressaten erreicht. (Symbolbild: Getty Images)
Bei einer Flaschenpost kann es Jahre dauern, bis der Brief seinen Adressaten erreicht. (Symbolbild: Getty Images)

Adam Travis aus dem US-Bundesstaat New York traute seinen Augen nicht, als er in einem Schutthaufen eine alte Flasche fand. Sie hatte einen Inhalt, aber keine Flüssigkeit, sondern einen Brief, der vor mehr als 30 Jahren von zwei Schülern verfasst wurde.

"Lieber Finder", so beginnt der noch gut erhaltene Brief von Shawn und Ben, "diese Flasche wurde im Rahmen eines geowissenschaftlichen Projekts für die 9. Klasse in der Nähe von Long Island in den Atlantischen Ozean geworfen."

Facebook-Post bring alles ins Rollen

Travis, der die Flasche in der Shinnecock-Bucht an der Südküste von Long Island zwischen Trümmern nach einem schweren Sturm gefunden haben will, schickte den Brief nicht – wie von Ben und Shawn gewünscht – an die Schule zurück. Stattdessen machte er seinen Fund auf Facebook publik.

Und das hatte Folgen. Neben vielen ehemaligen Schülern der Mattituck High School meldete sich mit Ben Doroski auch einer der zwei Verfasser des Briefs zu Wort. "Was für ein tolles Projekt das war", schrieb er. "Ich kann nicht glauben, dass es schon 32 Jahre her sind."

Lehrer wird Dreh- und Angelpunkt

In seinem Kommentar kommt Doroski auch auf den Lehrer zu sprechen, Richard E. Brooks, der das Schulprojekt seinerzeit organisiert hatte. Brooks selbst reagierte nicht auf den spektakulären Fund. Warum, hat sein Sohn verraten.

In einem Interview mit der US-Zeitung New York Post teilte John Brooks mit, dass sein Vater im September an Alzheimer verstorben sei. Und nicht nur das, wenige Wochen später sei auch dessen jüngste Tochter gestorben, plötzlich im Schlaf, mit 49 Jahren.

Ein junges Mädchen warf eine Flaschenpost ins Meer – sieben Jahre später traf sie den Mann wieder, der sie fand

Den Flaschenpost-Fund bezeichnet Brooks daher als "surreal". "Im Laufe der Jahre haben wir immer wieder von Flaschenfunden gehört, aber das ist das erste Mal in den letzten zehn Jahren, an das ich mich erinnern kann. Das Timing ist perfekt, es ist herzerwärmend."

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