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Timur Bartels: "Viel mehr Menschen sollten zum Psychologen gehen"

Timur Bartels (28) geht offen damit um, dass er seit 2016 zum Psychologen geht. Im Interview mit "DWDL.de" erklärt er, warum. (Bild: 2018 Getty Images/Thomas Lohnes)
Timur Bartels (28) geht offen damit um, dass er seit 2016 zum Psychologen geht. Im Interview mit "DWDL.de" erklärt er, warum. (Bild: 2018 Getty Images/Thomas Lohnes)

In der neuen ZDFneo-Serie "Pumpen" spielt Timur Bartels einen jungen Nerd, der ein Fitnessstudio übernehmen soll. In einem Interview zum Serienstart spricht der 28-Jährige über Sport und seine langjährige Psychotherapie.

Timur Bartels spielt in der neuen, 25-teiligen ZDFneo-Serie "Pumpen" (am Donnerstag, 18. Januar, 10.00 Uhr, fünf Folgen, dann wöchentlich eine Folge) einen jungen Nerd, der gemeinsam mit seiner Schwester (Lotte Becker) das Fitnessstudio der Mutter erbt. Im Interview mit dem Branchendienst "DWDL" spricht der 28-Jährige nun darüber, wie sich Sport und eine langjährige Therapie auf sein Leben auswirken. Bereits seit 2016 gehe er zum Psychologen. Und dieser rate ihm stets zu körperlicher Betätigung, wie der Schauspieler verriet. Es habe allerdings "zwei, drei Jahre" gedauert, bis er offen damit umgehen konnte. "Vorher habe ich mich bis zu einem gewissen Punkt nicht mal getraut, es in meinem Freundeskreis zu erzählen oder meiner damaligen Freundin."

Die Entscheidung zur Psychotherapie hatte auch negative Folgen: "Ich hatte zum Beispiel mal überlegt, meine Krankenkasse zu wechseln. Das konnte ich aber nicht, weil ich dafür zuvor mindestens 10 Jahre lang in keiner psychologischen Behandlung sein durfte", erinnert sich Bartels. Der "Club der roten Bänder"-Star sagt aber auch: "Ich finde, viel mehr Menschen sollten zum Psychologen gehen, vielleicht auch einfach nur aus prophylaktischen Gründen".

Mia (Lotte Becker) und Tom (Timur Bartels) erben in "Pumpen" ein Fitnessstudio voller Probleme. (Bild: ZDF / Florian Schüppel)
Mia (Lotte Becker) und Tom (Timur Bartels) erben in "Pumpen" ein Fitnessstudio voller Probleme. (Bild: ZDF / Florian Schüppel)

"Ich will mich nicht als besserer Mensch darstellen"

Auch Soziale Medien spielen in diesem Zusammenhang im Leben des 28-Jährigen eine wichtige Rolle. "Ich will dort einfach so authentisch sein wie es geht und irgendwann habe ich festgestellt, dass es Menschen hilft, wenn man offen über gewisse Themen spricht", erklärt gegenüber "DWDL.de".

Mentale Gesundheit sei in einigen Teilen Deutschlands leider noch viel zu oft ein Tabuthema, was Menschen davon abhalte, sich bei einem Psychologen Hilfe zu suchen. Bartels stellt im Zuge dessen klar: "Ich will mich nicht als guter oder besserer Mensch darstellen und will das Thema überhaupt nicht für mich beanspruchen oder aus PR-Sicht ausnutzen. Aber ich merke einfach, wie es bei Menschen in meinem Umkreis kein Thema mehr ist, wenn man zum Psychologen geht."