Werbung

Tischtennis: Deutsches Trio spielt um den CL-Titel

Tischtennis: Deutsches Trio spielt um den CL-Titel
Tischtennis: Deutsches Trio spielt um den CL-Titel

Drei deutsche Mannschaften, ein großer Titel - und mächtig Ärger über den Weltverband: An Ostern steigt in Saarbrücken das Final Four der Tischtennis-Champions-League, allerdings unter fraglichen Vorzeichen. Wer wann und in welcher Verfassung ins Saarland reist, entscheidet sich 8700 Kilometer entfernt im südkoreanischen Incheon.

Beim WTT-Turnier waren einige Topspieler der Klubs am Start, darunter auch die deutschen Nationalspieler Dang Qiu (Düsseldorf), Dimitrij Ovtcharov (Neu-Ulm) und Patrick Franziska (Saarbrücken). "Leider hat sich der Tischtennisweltverband in keiner Weise kooperativ gezeigt und das Turnier in Korea auf das bereits fixierte Final Four gelegt", sagte Manager Andreas Preuß von Borussia Düsseldorf.

Der Rekordsieger trifft im ersten Halbfinale am Sonntag (13.00 Uhr) auf den TTC Wiener Neustadt und kann schon fast von Glück reden, dass Qiu schon am Donnerstag in der ersten Runde am Franzosen Simon Gauzy (1:3) scheiterte.

Die beiden letzten verbliebenen deutschen Spieler erwischte es am Freitag im Achtelfinale: Ovtcharov unterlag Felix Lebrun (Frankreich) klar mit 0:3, Franziska dem Weltmeister Fan Zhendong (China) mit demselben Ergebnis - nun folgt der Reisestress. Denn bereits am Sonntag (17.00 Uhr) spielt Titelverteidiger 1. FC Saarbrücken gegen den TTC Neu-Ulm (17.00 Uhr) im zweiten Halbfinale um den Einzug ins Anspiel an Ostermontag (14.00 Uhr/alle Spiele live bei sportdeutschland.tv).

Düsseldorf hat dabei einen Vorteil: Rekord-Europameister Timo Boll (43) reiste nicht nach Südkorea und geht ausgeruht ins Finalturnier. "Ich rechne mit einer knappen Entscheidung. Saarbrücken, Neu-Ulm und wir sind die Favoriten und nehmen uns nicht viel, da kommt es auf die Tagesform an", sagte Boll, der acht Champions-League-Titel gewonnen hat - einer der zahlreichen Rekorde des Routiniers.

2023 Jahr hatte sich Düsseldorf im Halbfinale gegen Neu-Ulm durchgesetzt, verlor aber das Endspiel dramatisch gegen Saarbrücken. "Wenn es ähnlich aufregend zugeht wie im letzten Jahr, kommen die Zuschauer voll auf ihre Kosten", sagte Boll.

Sein langjähriger Mitstreiter Ovtcharov (35) hofft auf einen Titel zum Abschluss in Neu-Ulm, die kurze Tischtennis-Geschichte des Klubs von Medienunternehmer Florian Ebner ist nach dem Final Four zu Ende. Für das Gipfeltreffen mit Saarbrücken und Düsseldorf hätte sich Ovtcharov, der zur neuen Saison zum TTC Fulda-Maberzell wechselt, aber eine andere Vorbereitung gewünscht.

"Dass das WTT-Turnier direkt vor das Final Four gelegt wurde und es für die Spieler verpflichtend ist, ist alles andere als schön", sagte er der Süddeutschen Zeitung. Zwar seien die Voraussetzungen für alle Teams ähnlich, aber natürlich "keine gute Vorbereitung auf das Champions-League-Finale, das bei uns Spielern absolute Priorität hat."