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Tourismus als Belastung: Wie kann Urlaub nachhaltiger werden?

Der Tourismus in Europa, dem meistbesuchten Kontinent der Welt, wird in diesem Jahr voraussichtlich wieder das Vor-Pandemie-Niveau erreichen. Erwartet werden rund 758 Millionen Touristen. Doch mit den wachsenden Besucherzahlen steigen auch die Belastungen für die Umwelt und die Spannungen zwischen Touristen und Einheimischen.

Venedig hat Besucher-Quoten eingeführt und die Niederlande werben schon seit fünf Jahren nicht mehr für sich als Reiseziel. Auf der internationalen Tourismus-Messe in Madrid macht man sich Gedanken, wie man Tourismus sozial und ökologisch nachhaltig gestalten kann.

Nachhaltiger Tourismus in Spanien

Einige Länder wie Spanien setzen zunehmend auf nachhaltigen Tourismus für Besucher, die überlaufenen Orten entkommen wollen. Sie bieten Möglichkeiten, Länder und Landschaften in einem anderen Tempo erkunden, wie zum Beispiel auf Naturpfaden, zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

Neue Strategien sollen die Besucherzahlen in touristisch belasteten Gebieten reduzieren erklärt Blanca Pérez Sauquillo von Turespaña. "Diese Konzentrationen treten vor allem in den Küstenregionen während der Sommermonate auf. Wir versuchen, etwas hervorzuheben, das das ganze Jahr über genutzt werden kann und nicht nur Sonne und Strand. Dazu gehören der Naturtourismus, der Städtetourismus, der gastronomische Tourismus und der Kulturtourismus."

Klimawandel bedroht Tourismus

Der Klimawandel ist eine der größten Bedrohungen für den Tourismussektor. Hitzewellen und Trockenheit beeinträchtigen bereits Reiseziele wie Griechenland und Spanien, wo im Sommer Wasser gespart werden muss.

Das Reisen muss nachhaltiger werden, sagt die Präsidentin des Weltreise- und Tourismusrats Julia Simpson. "Und um Reisen nachhaltiger zu machen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Die erste besteht darin, dafür zu sorgen, dass Flugzeuge, wenn möglich, den nachhaltigsten auf dem Markt erhältlichen Treibstoff verwenden."

Der Tourismus trägt schätzungsweise 8 Prozent zu den gesamten Treibhausgasemissionen bei. Die Branche muss ihren CO2-Fußabdruck deutlich verringern, um auch in Zukunft attraktive zu sein - für die Touristen und die Umwelt.