Trauergottesdienst nach dem Anschlag in Oslo

Nach dem Anschlag auf eine Schwulen-Bar in Oslo haben zahlreiche Menschen der Opfer gedacht. Ein Angreifer hatte in der Nacht zum Samstag in einer beliebten Schwulen-Bar und mehreren anderen Orten Schüsse abgefeuert und damit zwei Menschen getötet. Mehr als 20 weitere wurden verletzt. Den Angreifer konnte die Polizei kurz nach der Tat mithilfe von Zivilisten festnehmen. Es soll es sich um einen Norweger mit iranischen Wurzeln handeln. Der Geheimdienst PST stufte die Attacke als islamistischen Terroranschlag ein.

"Es ist wichtig, dass wir verteidigen, wer wir sind. Norwegen ist ein Land, in dem es erlaub ist, jeden zu lieben, den man will. Wir haben es heute gesehen, wie wichtig es ist, dass wir für unsere Rechte und Werte einstehen.

Der Nachtclub «London Pub» - das Hauptziel der Angriffe - gilt in Oslo als beliebter Treffpunkt für Schwule. Viele feierten dort ins Wochenende hinein. Am Samstag hätte in Oslo nach Absagen wegen der Corona-Pandemie erstmals wieder eine riesige Pride-Parade stattfinden sollen - sie fiel jetzt wieder aus und soll zu einem anderen Zeitpunkt nachgeholt werden.

Eigentlich gilt Norwegen als friedliches Land. Doch der rechtsextrem motivierte Terroranschlag vor elf Jahren auf Utøya mit 77 Todesopfern hat eine tiefe Wunde in das Gefühl der Sicherheit gerissen. Wieder einmal sei das Land von einer brutalen Attacke auf Unschuldige getroffen worden, sagte Regierungschef Støre am Samstag und versicherte der queeren Gemeinschaft: "Wir stehen an eurer Seite." Umringt von einer großen Menschentraube legten er und Kronprinz Haakon gemeinsam am Tatort Blumen nieder. Das Glockenspiel des Rathauses spielte "Somewhere over the Rainbow".

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