Die trendigsten Cocktails für die kalte Jahreszeit

(amw/spot)
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In den kalten Monaten sind heiße Cocktails genau das Richtige. (Bild: Matthias Knorr / Barschule München)
In den kalten Monaten sind heiße Cocktails genau das Richtige. (Bild: Matthias Knorr / Barschule München)

Aufgrund der Corona-Pandemie hat die Gastronomie weiterhin geschlossen. Wer auf einen leckeren Cocktail nicht verzichten möchte, kann sich als Barkeeper versuchen und angesagte Drinks ganz einfach selbst zubereiten. Welche winterlichen Cocktails dieses Jahr im Trend liegen und welche am besten zu Plätzchen und Co. passen, verrät Barschulen-Inhaber Matthias Knorr im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news.

Welche winterlichen Cocktails sind dieses Jahr angesagt?

Matthias Knorr: Angesagt sind dieses Jahr vor allem transportable Cocktails, die die Bars als Takeaway verkaufen können. Einer der beliebtesten "To-go-Cocktails" ist der "Mai Tai". Dafür 3 cl kubanischer Rum, 3 cl gereifter jamaikanischer Rum, 1 cl Mandelsirup oder Orgeat, 1 cl Zuckersirup, 2 cl Orangenlikör und 3 cl Limettensaft in einen Shaker geben. In ein Glas mit Crushed Ice abseihen - fertig. Als Garnitur eignen sich Limette und Minze.

Gibt es auch warme, trendige Cocktails?

Knorr: Der "Hot Caipirinha" ist ein Trend, der seit den späten 90er Jahren jeden Winter wiederkehrt. Etwas älter ist der "Hot Toddy", den gute Bars in den letzten Jahren wieder in Deutschland etabliert haben. Dafür in eine Tasse heißes Wasser, 4-6 cl Whisky, ein bis drei Barlöffel Honig, eine Stange Zimt, zwei Nelken und gegebenenfalls getrocknete Zitrusfrüchte geben und gut verrühren. 2 cl Zitronensaft nach drei bis vier Minuten dazugeben. Der "Hot Pint" ist eine schottische Tradition, die seit letztem Jahr wieder vermehrt in Deutschland auftaucht. Dafür 3 cl Scotch Whisky, ein Starkbier, geriebener Muskat und ein Eigelb heiß machen und genießen.

Gibt es einfache Rezepte, die zu Hause sicher gelingen?

Knorr: "Gin & Tonic" ist und bleibt im Trend. Im Advent kann man die Rezeptur weihnachtlich abwandeln mit Zimt, getrockneten Orangen und Sternanis. Dafür 5 cl Gin und 10-15 cl Dry Tonic (das ist ein Tonic mit weniger Zucker) in ein Glas geben. Danach eine Zimtstange, ein paar getrocknete Orangen und ein oder zwei Sternanis dazugeben. Gut umrühren und kurz ziehen lassen - fertig.

Was passt am besten zu Plätzchen und Co.?

Knorr: Zum Gebäck passen cremig-süße Drinks, die durchaus auch etwas mehr Alkohol haben dürfen. Zum Beispiel eine heiße Schokolade mit einem hochwertigen, schweren Rum aus Jamaika. Ein perfekter kalter Begleiter wäre ein "White Russian", ein Cocktail aus Vodka, Kaffeelikör und Sahne.

Eierpunsch und Co. schlagen ganz schön auf die Hüften. Gibt es Cocktails, die für die figurbewussten Menschen geeignet sind?

Knorr: Beim hausgemachten Glühwein kann man den Zucker ganz leicht reduzieren. Die gefühlte Süße von Zimt, Anis und Süßholz in einem fruchtigen Wein reicht in der Regel völlig aus. Wer es unbedingt noch süßer haben möchte, kann auf Stevia oder andere Süßungsmittel ausweichen.

Was empfehlen Sie als Getränkebegleitung für den 24. Dezember?

Knorr: Weihnachten steht die Familie im Vordergrund. Da würde ich persönlich hohe Qualität und wenig Aufwand empfehlen. Natürlich darf an einem besonderen Feiertag der Champagner nicht fehlen. Zum herzhaften Festessen passen aber auch guter Whisky oder Rum. Die Amerikaner schwören in der Weihnachtszeit auf "Eggnog", der Eierpunsch passt vor allem gut zu Süßspeisen. Dazu 5 cl Bourbon Whiskey, 1,5 cl Zucker, ein ganzes Ei, 3 cl Sahne, 10 cl Milch in einen Shaker geben und gut schütteln. Danach in ein Glas abseihen - geriebene Muskatnuss verfeinert das Ganze.

Was sollte man beachten, um am nächsten Tag keinen dicken Kopf zu haben?

Knorr: In Sachen Kater gibt es drei einfache Regeln: 1. Nicht zu viel Alkohol trinken! 2. Beim Alkohol auf gute Qualität achten! 3. Zum Alkohol genügend Wasser trinken!