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Tropensommer: Sintflut und kein Ende - über 200 Liter Regen in den nächsten zwei Wochen

Ist der Mai nur der Auftakt zu einem nassen Tropensommer in Deutschland? Es geht jedenfalls extrem nass weiter. Die Wetterextreme scheinen immer mehr zuzunehmen – Regenfluten inklusive.

Im Mai wird's richtig nass (Symbolbild: Getty Images)
Im Mai wird's richtig nass (Symbolbild: Getty Images)

Die Prognosen rechnen mit einem Tief über Norditalien. Das bringt dort heftigen Regen. In den Alpen und in Süddeutschland werden in den kommenden 14 Tagen mehr als 200 Liter Regen erwartet. Das gilt für den Süden von Baden-Württemberg und Bayern. Besonders im Schwarzwald sollen sich wahre Sturzfluten ergießen. An Rhein und Donau sowie an deren Nebenflüssen kann das ein größeres Hochwasser bedeuten. Die Lage sollte gut im Auge behalten werden. Neueste Daten deuten insgesamt auch auf einen sehr nassen Juni und August hin. Zugleich sollen alle Sommermonate aber auch recht warm ausfallen. Das sieht nach schwülwarmen und gewittrigen Wetterlagen aus, eben richtig tropisch.

Mehr dazu erfahren Sie in diesem Youtube-Video:

Die nächsten Tage ist allerdings keine Wetterbesserung in Sicht. Für die Landwirtschaft ist dieser viele Regen kein Segen, ein Landwirt aus dem Westerwald ist Fachmann und seit Jahrzehnten in der Landwirtschaft tätig und geht mit dem Wetter Hand in Hand.

Sein Statement zur aktuellen Wetterlage gibt es im Wettervideo:

Wetterextreme nehmen zu

"Was für ein Regenwetter! Die vergangenen Jahre brachte exakt das andere Extrem: Dürre. Nun kommt das Gegenteil: Nur Regenfluten! Die Wetterextreme scheinen tatsächlich immer mehr zuzunehmen. Schauen wir uns die Prognosen der kommenden 14 Tage an, so kommen erhebliche Regensummen zusammen, besonders in Süddeutschland. Das zeigt die nachfolgende Grafik. Allerdings springen die Schwerpunktregionen immer wieder hin und her. Die Grundstruktur ist aber gleich: Weiterhin nass mit Regen, egal wo nun genau der Regenschwerpunkt über Deutschland liegen wird. Momentan ist der Osten dabei im Frühlingsglück. Dort macht sich ein Hoch bemerkbar. Es sorgt für Sonnenschein und Frühlingswärme. Es sorgt aber auch dafür, dass die Tiefs mit Schauer, Regen und Gewittern aus Westen nicht wirklich weiterkommen, teilweise hängen bleiben und deswegen ihren Starkregen immer wieder über den gleichen Regionen abladen. Das führt lokal zu Sturzfluten. Diese Gefahr wird in den nächsten Tagen weiterhin Bestand haben“, warnt Diplom-Meteorologe Dominik Jung, Geschäftsführer beim Wetterdienst Q.met gegenüber dem Wetterportal wetter.net.

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Regensummen bis zum 26. Mai 2023

Land unter droht besonders in Süddeutschland. In Teilen von Bayern und Baden-Württemberg werden mehr als 200 Liter Regen berechnet. Aber auch sonst sind 40 bis 80 Liter Regen in den Prognosen vertreten.

So geht es in den kommenden Tagen weiter:

Mittwoch: 14 bis 21 Grad, im Osten Frühlingswetter, sonst viele Wolken und immer wieder Regen, dabei besonders über der Landesmitte ein Regenband, später auch kurze Gewitter

Donnerstag: 10 bis 20 Grad, im Osten Frühlingswetter mit Sonnenschein, sonst weiterhin viele Wolken mit Schauern und kurzen Gewittern

Freitag: im Norden und Osten Sonnenschein und bis 20 Grad, sonst 12 bis 17 Grad und ein Gemisch aus Sonne und Wolken, dabei immer wieder Regen

Samstag: 14 bis 20 Grad, weiterhin im Nordosten schöner als im Südwesten, dort wieder einzelne Schauer

Sonntag: freundlicher Muttertag in Berlin und Brandenburg sowie bis zur Ostsee rauf, sonst erst schön, dann neue Schauer und kräftige Gewitter! 16 bis 22 Grad

Montag: 13 bis 19 Grad, viele Wolken und immer wieder Regenfälle, wenig Sonnenschein

Dienstag: 12 bis 17 Grad, viele Wolken und zeitweise Regen

Die Wettergrenze über Deutschland wird somit noch eine ganze Weile bestehen bleiben. Der Osten und zeitweise auch der Norden bleiben auf der Sonnenschein. Der Rest des Landes kämpft mit Regenwolken, Schauern und Gewittern.

"Kurzum: Bis Ende Mai stehen die Chancen für ein stabiles Frühlingshoch über ganz Deutschland nahe 0. Lediglich der Osten und zeitweise auch der Norden profitieren von Sonnenschein und Frühlingswetter“ so Wetterexperte Dominik Jung.