Trumps Ex-Rechtsberater sagt stundenlang vor Ausschuss aus

Washington (dpa) - Der frühere Rechtsberater des Weißen Hauses unter Präsident Donald Trump, Pat Cipollone, hat vor dem Untersuchungsausschuss zum Angriff auf das US-Kapitol im Januar vergangenen Jahres ausgesagt.

Der Sender CNN berichtete, das Treffen am Freitag hinter verschlossenen Türen habe fast acht Stunden gedauert. Cipollones Aussagen seien auf Video aufgenommen worden und könnten bei einer der öffentlichen Anhörungen des Ausschusses präsentiert werden - die nächste ist für kommenden Dienstag geplant.

Der Untersuchungsausschuss hatte Cipollone in der vergangenen Woche vorgeladen. Die bisherige Aufklärungsarbeit habe Beweise dafür geliefert, dass der Anwalt «wiederholt rechtliche und andere Bedenken» über die Aktivitäten des damaligen Präsidenten Donald Trump am 6. Januar und in den Tagen davor geäußert habe, hatte der Ausschuss zur Begründung mitgeteilt. Bislang hatte Cipollone lediglich an einer «informellen Befragung» teilgenommen.

Anhänger Trumps hatten am 6. Januar 2021 gewaltsam den Parlamentssitz in der Hauptstadt Washington gestürmt. Dort war der Kongress zusammengekommen, um den Wahlsieg von Trumps demokratischem Herausforderer Joe Biden bei der vorausgehenden Präsidentschaftswahl zu zertifizieren. Durch die Krawalle kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist. Trump hatte seine Anhänger kurz zuvor bei einer Kundgebung damit aufgewiegelt, dass ihm der Wahlsieg gestohlen worden sei. Der Ausschuss arbeitet die Attacke auf.

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