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TTBL: US-Star Jha nach Sperrenablauf vor Bergneustadt-Debüt

TTBL: US-Star Jha nach Sperrenablauf vor Bergneustadt-Debüt
TTBL: US-Star Jha nach Sperrenablauf vor Bergneustadt-Debüt

Mehr als zwei Monate später als geplant steht US-Star Kanak Jha in der Tischtennis Bundesliga (TTBL) nach Ende seiner über einjährigen Dopingsperre vor seinem Debüt für den TTC Schwalbe Bergneustadt. Der Klub von Nationalspieler Benedikt Duda kündigte den Einstand des früheren Top-20-Spielers für das Heimspiel am Montag (18. März/19.00 Uhr/Dyn) gegen den 1. FSV Mainz 05 auf der Vereinshomepage an.

Jha war im Dezember 2022 in seiner Heimat wegen Verstößen gegen die Anti-Doping-Bestimmungen suspendiert worden. Am 15. März folgte die Verhängung einer zwölfmonatigen Sperre.

Weil der WM-Fünfte von 2021 kurze Zeit nach seiner Suspendierung allerdings noch bei einem offiziellen Turnier aufgeschlagen hatte, verweigerte die US-Anti-Doping-Agentur dem Kalifornier eine Anrechnung seines vorläufigen Spielverbots auf die spätere Sperre. Der Einspruch Jhas, der 2022 dreimal von Dopingkontrolleuren nicht angetroffen werden konnte, wurde vom Internationalen Sportgerichtshof (CAS) im vergangenen Herbst zurückgewiesen.

Die Verlängerung der unfreiwilligen Spielpause sorgte auf dem TTBL-Spielermarkt für Wirbel. Nach Ablauf seines Vertrags bei den TTF Liebherr Ochsenhausen im zurückliegenden Sommer holte der TTC Zugbrücke Grenzau den 23-Jährigen trotz Sperre zunächst an den Brexbach zurück und plante den Olympia-Teilnehmer von 2016 ab Dezember ein. Angesichts der anhaltenden Unklarheit über Jhas Sperre jedoch lösten die Westerwälder den Vertrag im Dezember auf, ohne dass der viermalige US-Champion einmal zum Einsatz gekommen war.

Daraufhin sicherte sich Bergneustadt Jhas Dienste. Am Tag des Spiels gegen seinen Ex-Klub Mainz wird seine Sperre gerade erst drei Tage abgelaufen sein. Danach stehen für die Oberbergischen im Rennen um die Teilnahme an der Playoff-Runde nur noch drei weitere Begegnungen in der Hauptrunde auf dem Programm.

Bergneustadt ist für Jha, der vom deutschen Trainer und Ex-Nationalspieler Stefan Feth entdeckt wurde, die insgesamt fünfte Station in Deutschland. Vor seinem Engagement in Ochsenhausen schlug der Rechtshänder unterklassig bereits für den TTC Herne sowie den damaligen Zweitligisten Mainz und im Oberhaus ein Jahr lang in Grenzau auf.