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U-Boot-Unglück Titan: Diese neu veröffentlichte Tonaufnahme mit Klopfgeräuschen machte Suchtrupp Hoffnung

Das U-Boot implodierte im Sommer auf dem Weg zur Titanic – aus diesem Grund gaben die Suchenden dennoch nicht auf

Suchschiff aus der Luft aufgenommen
Von der Luft und dem Wasser aus dauerte die Suche nach dem verschwundenen U-Boot Titan tagelang – am Ende wurde von einer Implosion kurz nach Beginn des Tauchgangs ausgegangen. (Bild: Getty Images)

Es waren traurige, aber auch zum Kopfschütteln anregende News im Sommer 2023, als die Titan – ein für wissenschaftliche Zwecke, aber auch touristisch genutztes U-Boot, das zuletzt eine Erkundungsfahrt zur Titanic angetreten hatte – vom Radar verschwand. Was war geschehen? Was ließ die Lokalisierung und die Kommunikation gleichzeitig abreißen?

Nach sechs Tage dauernder Suche die Gewissheit: Die Teile des im Suchgebiet gefundenen Trümmerfelds stammten von der Titan, die offenbar unter Wasser implodiert war. Am 22. Juni wurden die fünf Personen an Bord für tot erklärt. Zuletzt wurden im Oktober 2023 mit weiteren Trümmerteilen die letzten menschlichen Überreste der Besatzung geborgen.

Was trieb die Suchenden an – außer dem Wissen, dass zumindest theoretisch der Sauerstoff noch bis zum 22. Juni um die Mittagszeit für mögliche Überlebende hätte ausreichen können? Unter anderem der Bericht von Klopf- und anderen Unterwassergeräuschen, die kurz nach dem Verschwinden der Titan detektiert wurden.

8 Monate nach dem Unglück: Klopfgeräusche zum ersten Mal veröffentlicht

Jetzt – im Rahmen der britischen Channel-5-Dokumentation "The Titan Sub Disaster: Minute by Minute" – wurden diese Klopfgeräusche erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die Geräusche hören sich tatsächlich wie aus menschlicher Hand gemacht an: "Die Symmetrie zwischen diesen Klopfgeräuschen ist sehr ungewöhnlich", sagt auch der ehemalige Marine-U-Boot-Kapitän Ryan Ramsey in dem Dokumentarfilm. "Es ist rhythmisch, es ist, als ob jemand dieses Geräusch macht, und die Tatsache, dass es wiederholt wird, ist wirklich besonders."

Woher kamen die klopfenden Geräusche im Suchgebiet der verschwundenden Titan?

Die offizielle Erklärung lautet jedoch anders – nämlich, dass die Geräusche auch vom Ozean oder anderen Schiffen in der Gegend verursacht worden sein könnten. Doch auch andere Quellen sind möglich: So sei es laut eines Professors für Meeresrobotik durchaus möglich, dass die Geräusche von Meerestieren, "wie Walen", verursacht wurden. Auch die Titanic selbst als Geräuschverursacher komme infrage. "Im Meer gibt es viele mechanische Geräusche", zitiert etwa Forbes.com einen ehemaligen Admiral der britischen Royal Navy.

Am traurigen Ergebnis der Suche ändert die Veröffentlichung der mysteriösen Klopfgeräusche allerdings nichts. Nach offiziellen Angaben implodierte das U-Boot bereits eine Stunde und 45 Minuten nach Beginn des Tauchgangs. Das offiziell erst zwei Tage später detektierte Klopfen kann also nicht auf mögliche Überlebende zurückzuführen sein. Interessant dabei ist jedoch, dass die kanadische Luftwaffe gegenüber Channel 5 erklärte, dass sie bereits am ersten Tag und bei jedem Suchflug ein Klopfen gehört habe.

Ein Schild mit der Aufschrift
Das Unternehmen Ocean Gate, Betreiber des U-Boots Titan, gab nach dem Unglück sein Geschäft auf. (Photo by JASON REDMOND/AFP via Getty Images)

Ganz offensichtlich sind auch weiterhin noch nicht alle Details bekannt, die zu dem Unglück führten: Die Untersuchungen der bei den Bergungseinsätzen sichergestellten Beweise dauerten an, anschließend solle es eine öffentliche Anhörung zu dem Vorfall geben, heißt es abschließend in einem Bericht der New York Post.