Doch nicht in der Ukraine: Briten richten ESC 2023 aus

Kalush Orchestra aus der Ukraine haben zwar in diesem Jahr mit dem Song "Stefania" den Eurovision Song Contest gewonnen. Dennoch wird der Wettbewerb 2023 nicht wie üblich im Siegerland stattfinden - sondern in Großbritannien.

Das teilten die European Broadcasting Union und die BBC am Montag mit. Begründet wurde die Entscheidung mit der ungewissen Sicherheitslage in der Ukraine.

ESC-Chef Martin Österdahl: "Der Wettbewerb wird im Vereinigten Königreich stattfinden, und die BBC wird die Rolle als Gastgeber-Sender übernehmen.

Aber wir werden natürlich auch viele Dinge tun, um den ESC-Sieger Ukraine und den öffentlichen Sender in der Ukraine UA:PBC zu ehren. Wir werden, wenn Sie so wollen, viel ukrainisches Flair haben, ukrainische Talente zeigen."

Mit "ukrainischem Geist" bereichert

Der ukrainische Rundfunkchef Mykola Tschernotyzkyj sagte, man sei BBC-Partnern dankbar für die Solidarität,. EEr sei zuversichtlich, dass das Ereignis mit "ukrainischem Geist" bereichert werde.

Großbritannien belegte beim Eurovision Song Contest in Turin mit Sam Ryder ("Space Man") den zweiten Platz und ist damit als Stellvertreter für die Ukraine legitimiert.

"Nach der Anfrage der European Broadcasting Union und der ukrainischen Behörden freue ich mich, dass die BBC zugesagt hat, den Wettbewerb im nächsten Jahr auszurichten", sagte die britische Kulturministerin Nadine Dorries. Allerdings sei es traurig, dass der ESC wegen des "andauernden russischen Blutvergießens" nicht in der Ukraine stattfinden könne, dort wo er eigentlich hingehöre.

Vielleicht in Glasgow oder Manchester?

Nun wird damit begonnen, eine passende Gastgeberstadt und einen Veranstaltungsort für den ESC zu finden. Das schottische Glasgow gilt bei den Buchmachern als Favorit. Auch der Name Stadt Manchester wird genannt.

Es ist bereits das fünfte Mal, dass Großbritannien den ESC ausrichtet, ohne den Wettbewerb im Vorjahr gewonnen zu haben. 1960 sprang das Land für die Niederlande ein, 1963 für Frankreich, 1972 für Monaco und 1974 für Luxemburg.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.