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Ukraine-Krieg: Noch nie so viele tote Russen an der Front - "Verluste von 931 pro Tag"

Es gibt nur wenige Bilder von der Front im Ukraine-Krieg, doch laut dem britischen Verteidigungsministerium sind noch nie so viele Soldaten aus Russland getötet worden wie in den vergangenen Wochen.

"Durchschnittlich 931 tote Russen pro Tag"

Das Verteidigungsministerium in London schreibt: "Die vom ukrainischen Generalstab gemeldeten russischen Verluste belaufen sich im November 2023 auf durchschnittlich 931 Tote und Verwundete pro Tag. Zuvor war der tödlichste gemeldete Monat für Russland der März 2023 mit durchschnittlich 776 Verlusten pro Tag, auf dem Höhepunkt des russischen Angriffs auf Bakhmut. Obwohl der Verteidigungsnachrichtendienst die Methodik nicht überprüfen kann, sind die Zahlen als Gesamtwert, der sowohl Tote als auch Verwundete umfasst, plausibel."

Die britischen Beoabachter gehen davon aus, dass es in den "letzten sechs Wochen wahrscheinlich einige der höchsten russischen Opferzahlen des bisherigen Krieges" zu beklafen gibt. Die hohen Verluste seien weitgehend auf die russische Offensive gegen die Donbass-Stadt Awdijiwka zurückzuführen.

An der Front bei Charkiw betonen die Streitkräfte der Ukraine ihre Erfolge auch mit dem Einsatz der Leopard-Panzer aus Dänemark und Deutschland. In den kommenden Wochen sollte Kiew weiter Leopard-Panzer bekommen.

Im Krieg in der Ukraine melden weder Moskau noch Kiew eigene Opferzahlen. Doch Kiew veröffentlicht regelmäßig Schätzungen der russischen Verluste. Insgesamt seien es mehr als 325.000 seit Beginn des Krieges.

Petition in Russland fordert Recht auf Protest und zeitlich begrenzte Einberufung

Ein russischer Telegram-Kanal mit dem Namen "Путь Домой" ("Der Weg nach Hause") fordert die Menschen in Russland dazu auf, das Leid der Hinterbliebenen zu teilen.

Vor allem Frauen von russischen Männern an der Front wollen die Soldaten nach Hause holen. Sie kritisieren, der Kreml kehre die Probleme unter den Teppich.

Die Aktivistinnen und Aktivisten von "Der Weg nach Hause" haben auch eine Petition gestartet. Darin fordern sie u.a. "Die Einführung einer zeitlichen Begrenzung des Dienstes im Falle einer Teilmobilisierung - nicht mehr als 1 Jahr ab dem Zeitpunkt der Einberufung".

Aber auch "verfassungsmäßig garantierte Rechte auf sozialen Protest und öffentliche Versammlung."