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Ukraine-Krieg Tag 258: Russlands Front in Cherson und Drachenzähne für Mariupol

Die russischen Streitkräfte haben in den vergangenen Tagen ihre Verteidigung in der Region Cherson ausgebaut. Ukrainische Militärquellen berichten, dass russische Truppen versuchen, die besetzten Linien in Richtung Cherson zu halten, so das Institute for the Study of War.

Laut russischen und ukrainischen Quellen treiben Russlands Militärs die so genannte "Evakuierung" von Zivilisten vom Westufer des Dnipro-Flusses voran. Das gilt als Hinweis auf ukrainische Vorstöße.

Die russischen Besatzungsbehörden leiten wohl eine neue Phase der Umsiedlung von Menschen aus der Region Cherson ein: auf private und nicht organisierte Weise.

Das ISW meint: Damit bereiten russische Beamte möglicherweise, um die ukrainischen Streitkräfte zu beschuldigen, das Leben der Zivilbevölkerung zu gefährden, indem sie das Ende der zentralisierten, von der Verwaltung geleiteten Evakuierungen als notwendig zum Schutz der Zivilbevölkerung darstellen.

Geolokalisierte Satellitenbilder von Anfang November zeigen russische Verteidigungslinien in Kachowka, Hola Prystan und Iwaniwka (60 km südwestlich von Cherson-Stadt), die alle am Ostufer des Flusses Dnipro liegen.

Cherson ist nicht die einzige Region, in der die russischen Streitkräfte Verteidigungslinien vorbereiten, so das britische Verteidigungsministerium in seinem jüngsten Geheimdienstbericht.

Russland hatim Süden der Ukraine mit dem Bau von Verteidigungsanlagen für die besetzte Stadt Mariupol begonnen. In zwei Werken werden dafür pyramidenförmige Panzerabwehrstrukturen aus Beton, so genannte Drachenzähne, hergestellt.

Euronews
"Drachenzähne" aus Beton für Russlands Verteidigung von Mariupol - Euronews

Diese Strukturen werden wohl zwischen Mariupol und dem Dorf Nikolske sowie zwischen dem nördlichen Mariupol und dem Dorf Staryi Krym errichtet. Mariupol ist Teil der russischen "Landbrücke" von Russland zur Krim, einer wichtigen logistischen Verbindungslinie.

Russland unternimmt erhebliche Anstrengungen, um die Verteidigungsanlagen hinter der derzeitigen Front zu verstärken, um im Falle eines Durchbruchs schnelle ukrainische Vorstöße zu verhindern.