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Freie Bahn für Trump: Nikki Haley zieht sich aus dem Rennen um Präsidentschaftskandidatur zurück

Freie Bahn für Trump: Nikki Haley zieht sich aus dem Rennen um Präsidentschaftskandidatur zurück

Mit Nikki Haley hat sich nun auch die letzte Trump-Konkurrentin aus dem Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur der Republikaner zurückgezogen. Schon vor ihrer Stellungnahme berichteten US-Medien von dem Rückzug der ehemaligen Gouverneurin von South Carolina.

Freie Bahn für Donald Trump

Damit macht Haley den Weg frei für Ex-Präsident Donald Trump, der sich am sogenannten Super Tuesday in den Vorwahlen in 14 von 15 Bundesstaaten, in denen abgestimmt wurde, gegen seine Konkurrentin durchsetzen konnte.

Trumps Vorsprung ist inzwischen ohnehin quasi uneinholbar; er steht kurz davor, die 1215 Stimmen der Delegierten zu erreichen, die notwendig sind, um als Präsidentschaftskandidat der Republikaner bestätigt zu werden.

Dennoch schrieb Haley im Rennen um die Kandidatur Geschichte, indem sie als erste Frau überhaupt eine Vorwahl der Republikaner gewinnen konnte. In Washington D.C. und auch in Vermont ließ sie Trump hinter sich.

Bei ihrer Rede in Charleston im Bundesstaat South Carolina sprach sich Haley nicht wie üblich für den einzigen verbliebenen Spitzenkandidaten ihrer Partei aus. Stattdessen forderte sie Trump auf, ihre Wähler:innen, die aus dem eher gemäßigten konservativen Lager stammen, von sich zu überzeugen; und zitierte Margaret Thatcher.

"Ich war schon immer eine konservative Republikanerin und habe immer den republikanischen Kandidaten unterstützt", so Haley.

"Doch bei dieser wie bei so vielen anderen Fragen gab Margaret Thatcher einen guten Rat, als sie sagte, Zitat: 'Folge niemals einfach der Masse. Bilde dir immer eine eigene Meinung'", sagte die Republikanerin weiter.

"Unsere Welt steht in Flammen"

Zum Abschied sprach Haley außerdem eine Warnung aus: "Unsere Welt steht in Flammen wegen des amerikanischen Rückzugs. Es ist eine moralische Pflicht, unseren Verbündeten in der Ukraine, Israel und Taiwan beizustehen."

"Doch es ist mehr als das", fügte Haley hinzu: "Wenn wir uns weiter zurückziehen, wird es mehr Krieg geben, nicht weniger."

Seit die ehemalige Gouverneurin von South Carolina im Februar 2023 ins Rennen um die Präsidentschaftsnominierung der Republikaner eingestiegen war, galt sie als Trumps größte Rivalin.

Revanche zwischen Trump und Biden steht bevor

Nun läuft im Rennen um das Amt des Präsidenten der USA alles auf eine Revanche zwischen Donald Trump und Joe Biden heraus.

Der amtierende US-Präsident erlebte ebenfalls einen erfolgreichen Super Tuesday und entschied in 15 von 15 Bundesstaaten die Vorwahlen der Demokraten für sich. Nur im US-Außengebiet Amerikanisch-Samoa musste er eine parteiinterne Niederlage hinnehmen.

Am 5. November wird in den USA der nächste Präsident gewählt. Spätestens ab jetzt dürften sich Trump und Biden in ihren Wahlkämpfen voll auf ihren wahrscheinlichen Gegner konzentrieren.