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Vereinte Nationen fordern Schutz von Zivilisten in Kriegen

Mehr als 100 Millionen Menschen wurden von der UN im Jahr 2022 als Flüchtlinge eingestuft- vertrieben von Kriegen, Konflikten, Gewalt, Verfolgung und Menschenrechtsverletzungen.

Und die Schätzungen für 2023 sprechen von gut 17 Millionen Menschen mehr, auch wegen dem Konflikt im Sudan, den UN-Generalsekretär Antonio Guterres als dramatisch beschreibt.

"Die Welt hält ihre Verpflichtungen zum Schutz der Zivilbevölkerung nicht ein“

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen fordert, die Kriegsregeln zum Schutz von Zivilisten in Kampfgebieten einzuhalten und appelliert an die Mitgliedsstaaten Einfluss auf die Kriegsparteien zu nehmen.

Guterres prangert ein „Scheitern" der Weltgemeinschaft beim Schutz von Zivilisten in bewaffneten Konflikten an:

"Vergangenen November haben die Staaten eine politische Erklärung zum Schutz der Zivilbevölkerung verabschiedet, in der sie den Einsatz explosiver Waffen in besiedelten Gebieten einschränken oder untersagen. Ich fordere alle Staaten auf, sich der Erklärung anzuschließen und sie durch konkrete Maßnahmen umzusetzen.

Im Dezember verabschiedete der Sicherheitsrat die Resolution 2664, die verhindern soll, dass die Sanktionen der Vereinten Nationen Zivilisten schaden oder humanitäre Maßnahmen behindern. Ich fordere alle Staaten dringend auf, sie umzusetzen und humanitäre und medizinische Aktionen von ihren eigenen Maßnahmen zur Terrorismusbekämpfung und Sanktionen auszuschließen."

Global betrachtet seien erschreckende 94 Prozent der Kriegsopfer in besiedelten Gebieten Zivilpersonen so Guterres. Oft werden sie gezielt angegriffen - obwohl das humanitäre Kriegsvölkerrecht dies eigentlich verbietet.

Die UN diskutiert nun Massnahmen wie zum Beispiel eine Resolution gegen den Einsatz von Hunger als Kriegswaffe bis hin zum Verbot von Angriffen auf Notfallhelfer.