Verkehr in Berlin: 365-Euro-Ticket für Berlin würde 300 Millionen Euro kosten

·Lesedauer: 1 Min.

Berlin. Einen Tag durch die Stadt fahren für einen Euro – so lautet die simple und zugleich medienwirksame Formel des 365-Euro-Tickets für den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV). Und so wünschen es sich insbesondere Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und die Berliner SPD auch für die Fahrgäste in der Hauptstadt.

Doch mit dem attraktiven Preis für die Kunden gehen für das Land immense Kosten einher. Wie hoch diese ausfallen könnten, hat nun die Senatsverkehrsverwaltung in der Antwort auf eine Anfrage des Abgeordneten Kristian Ronneburg (Linke) mitgeteilt, die der Berliner Morgenpost exklusiv vorliegt.

Demnach gehen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) durch die Einführung eines 365-Euro-Tickets „von einem zusätzlichen Zuschussbedarf von 270-300 Mio. Euro pro Jahr“ aus.

Verkehr in Berlin: Warum das 365-Euro-Ticket wohl noch teuer wird

Bei diesen Kosten dürfte es nicht bleiben. So sei in den genannten Zahlen nur eine Absenkung der regulären Abonnementpreise berücksichtigt, nicht jedoch von den bislang schon im Verhältnis günstigeren Fahrscheinen wie Senioren-, Semester- oder Firmentickets, schreibt die Senatsverkehrsverwaltung. Auf das Land kämen dadurch weitere Zuschüsse in Millionenhöhe zu.

Die Verkehrsverwaltung verweist in ihrer Antwort darauf, dass es sich dabei bislang um „lediglich grobe Schätzungen“ handele.

Lesen Sie auch: Senats-Studie empfiehlt BVG-Pflichtticket und City-Maut

Die genauen Kosten ließen sich zu diesem Zeit...

Lesen Sie hier weiter!